Die guten und die wahren Gründe, um alles beim Alten zu belassen

Steckst du gerade in einer schwierigen Situation fest, die dich belastet? Die dir deine Leichtigkeit raubt und unter der du leidest?

Du weisst, dass du etwas verändern müsstest und eigentlich würdest du ja gerne etwas ändern, ABER….

Kennst Du das?

Dass du triftige Gründe findest, um es eben gerade nicht zu tun? Wenn ich es jetzt etwas krasser formulieren würde, würde ich sagen: Du legst Dir Ausreden zurecht. Blöde wird es, wenn du dir deine Ausreden auch noch selbst glaubst, denn das ist dann deine erlebte Realität.

Welches sind deine Gründe oder Ausreden? Kennst du vielleicht einen der folgenden?

> Ich habe keine Zeit
> Bei mir funktioniert das nicht
> Ich kann mir das nicht leisten

Das ist nur eine winzig kleine Auswahl an Ausreden, die wir uns oft zurecht legen. Da gibt es aber noch eine Vielzahl an anderen Gründen. Diese 3 sind jedoch diejenigen, die wir am häufigsten nutzen.

Glaub mir, ich habe sie auch schon benutzt. Und zwar alle! Und deshalb weiss ich auch, dass es immer einen guten Grund gibt. Weil es eben Fakt ist (denken wir). Und dann gibt es noch den wahren Grund.

Die wahren Gründe

Ich will gar nicht sagen, dass die oben genannten Beispiele immer Ausreden sind. Sie sind es jedoch ziemlich oft. Manchmal wollen wir etwas nicht und trauen uns aber einfach nicht, die Wahrheit zu sagen. Und dann denken wir uns einen guten Grund (nette Ausrede) aus.
Es ist meiner Meinung nach wichtig, dass du dir nicht selbst in die Tasche lügst, sondern dir bewusst bist (oder dir bewusst machst), was Dein wahrer Grund ist. Warum Du eine Veränderung jetzt in diesem Moment (noch) nicht angehst. Warum das wichtig ist? Weil du sonst im Gefühl „ich bin das Opfer der Umstände, ich kann nichts bewirken“ hängen bleibst. Und wer ist schon gerne Opfer…

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Was kannst du stattdessen tun? Wie kannst du nun die guten und wahren Gründe unterscheiden?

Du kannst dich einfach fragen, was will ich im Moment wirklich? Und was hält mich denn tatsächlich davon ab, jetzt eine Veränderung anzugehen? Vielleicht möchtest du im Moment einfach mal Ruhe von allem, oder du hast Angst, dass dein Gegenüber dich dann blöd findet. Das ist völlig ok. Auch sich selbst einzugestehen, dass man sich im Moment einfach nicht in der Lage fühlt, zu aller Belastung jetzt auch noch die Ungewissheit der Veränderung zu wuppen, ist ok. Aus meiner Sicht ist der erste Weg zur Erleichterung, sich klar zu machen, worum es eigentlich wirklich geht. Alleine dadurch übernimmst du schon Verantwortung für dich selbst.

Also: warum willst du im Moment die Veränderung nicht? Was ist dein wahrer Grund? Was willst du wirklich?

Und ich will hiermit auch gar nicht alle anpeitschen, eine Veränderung anzugehen - manchmal stellen wir nämlich fest, dass der momentane Zustand gar nicht so schlecht ist und dass wir uns eigentlich ganz wohl fühlen mit dem, was gerade ist. Auch das ist ok, sofern du nicht leidest. Wenn du allerdings leidest, dann zahlst du einen hohen Preis. (Zugegeben: du zahlst immer einen Preis. Entweder den Preis für dein Leiden oder den Preis für die Veränderung. Das entscheidest schlussendlich du allein.)

Es gibt übrigens noch einen weiteren Grund, warum du vorsichtig sein solltest, Ausreden zu benutzen: Deine Gedanken und deine Worte erschaffen deine Realität. Wenn du immer wieder gebetsmühlenmässig aussprichst, dass du dir etwas nicht leisten kannst, dann wirst du ziemlich schnell in die Situation kommen, dass das Geld knapp wird oder dir irgendwie durch die Finger rinnt. Wenn du immer wieder bestätigst, dass du keine Zeit hast, dann wird es auch so sein und deine Zeit wird immer knapper werden. Wenn du wiederholst, dass Dinge bei dir nicht funktionieren, dann werden sie auch bei dir nicht funktionieren. Wähle deine Worte also bewusst. Wenn du z.B. derzeit tatsächlich knapp mit dem Geld bist, dann könntest du auch sagen, dass du dein Geld im Moment anders investieren möchtest. Vielleicht ist dir hierbei auch meine Formulierung aufgefallen? Ich habe nicht geschrieben „…anders investieren kannst“ sondern ich habe ganz bewusst „möchtest“ geschrieben. Diese Formulierung gibt deinem ganzen Sein den Impuls, dass du selbst die Möglichkeit hast, zu wählen. Tausche immer mal wieder „ich kann nicht“ mit „ich will nicht“ aus. Das wirst du sogar richtig körperlich spüren, dass sich das ganz anders anfühlt.

Warum das durchaus einen Unterschied macht? Du katapultierst dich automatisch vom Opfer zum Gestalter. Du übernimmst für dich selbst und deine Bedürfnisse die Verantwortung. Und bleibst dir selbst treu.

Vielleicht wirst du das ein bisschen einüben müssen, damit dir die wahren Gründe auch leicht über die Lippen kommen. Und vielleicht wirst du dir ein bisschen komisch vorkommen. Im Ende ist dies aber - und das ist meine ganz persönliche Sicht der Dinge - ein Akt der Selbstliebe.

Und eines kann ich dir sowieso versichern: wenn der Leidensdruck gross genug ist und deine Seele bereit, dann wirst du nicht alles beim Alten lassen wollen, sondern die Veränderung wagen. Das erfordert eine Menge Mut. Aber du bist nicht alleine. Du kannst dir Hilfe holen, sei es bei einer Freundin, einem Mentor, einem Heilpraktiker oder Coach. Einfach bei jemandem, bei dem du dich gut aufgehoben und ernst genommen fühlst, bei dem du dich öffnen und mit dem du gemeinsam ein Stück des Weges gehen kannst.

Ganz oft verändert sich sogar allein dadurch schon etwas, wenn wir es wagen, einfach nur uns selbst gegenüber ehrlich zu sein, warum wir etwas tun oder lassen.

Bereit?

Na, bereit dir selbst gegenüber ehrlich zu sein? Übrigens: Es darf leicht gehen und Spass machen. Sieh es als Spiel, in welchem du dir selbst mehr und mehr auf die Schliche kommst.

Viel Spass beim Erkennen deiner Gründe!

Herzlich,
deine Sara