Innerlich frei - wie du negative Menschen loswirst

„Sara, ich hasse meine Schwägerin!“ schreibt mir Stefanie letzte Woche. Und sie schreibt noch vieeeeel mehr. Dieser Satz war nur der Anfang einer langen Erzählung, warum die Schwägerin so gar nicht geht. Alles, was mir Stefanie da so schreibt, ist absolut nachvollziehbar. Und kennen wir sie nicht alle? Diese Sorte von Menschen, die ein totales No Go sind?

Die überall nur das Negative sehen, einen mit gezielten Giftpfeilen klein halten wollen, nur Rumjammern aber nichts tun, eine Schreckensgeschichte nach der anderen erzählen, etc.…..ich glaube, wir alle begegnen in unserem Leben immer mal wieder solchen Menschen. Die uns so richtig triggern. Die das schlimmste aus uns herausholen. Gefühle, die wir eigentlich gar nicht haben wollen. Wut, Zorn, Groll, Hass…..

Und nach einer Begegnung mit dieser Spezies Mensch ist es immer so, dass diese andere Person, sich besser fühlt und gestärkt aus einem Gespräch geht, und wir selbst total ausgelaugt sind. Also es passiert da auch auf der energetischen Ebene etwas. Ein Energieaustausch, eine Angleichung, findet statt.

Wie das passiert und wie du das verhindern kannst, damit du negative Menschen endlich aus deinem Leben loswirst, das erfährst du in meinem hier.

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Was passiert da also eigentlich genau?

Jeder Mensch, auch ich und du, hat sein ganz persönliches Energieniveau. Dieses Niveau hat eine bestimmte Frequenz und diese Frequenz strahlst du aus. Das ist das, was Menschen von dir als erstes wahrnehmen. Das ist eine aber eine völlig unbewusste Wahrnehmung. So wie zwei Eisberge aufeinanderprallen. Nämlich zuerst mit allem, was unter der Wasseroberfläche verborgen ist. Und das ist der weit größere Teil, wie wir seit Titanic wissen…

Wir funktionieren quasi wie eine Radiostation. Also diejenigen unter Euch, die wie ich schon 40+ sind (also forty but fabulous, ist klar, oder?!), die kennen noch das gute alte Transistorradio, an dem man drehen musste bis man endlich auf einer Frequenz gelandet ist, auf der man den Radiosender störungsfrei empfangen konnte.

Was das jetzt genau mit dir zu tun hat?

Wir funktionieren eben genau so. Wenn du in deinem Leben etwas erlebst, was dir nicht gefällt, dann bewegst du dich auf einer Frequenz, die mit dem Erlebten in Resonanz geht. Und dann empfängst du genau das störungsfrei. Du erlebst also etwas, was du nicht möchtest oder nicht toll findest.

Was du jetzt tun kannst?

Damit du nicht mehr in Resonanz gehst, kannst du deine Frequenz ändern. Klingt einfach? Ist es manchmal sogar. Kann aber auch ein bisschen dauern, wenn man sich selbst einfach Stück für Stück auf ein höheres Energieniveau bewegen möchte. Von Hass kann man nicht einfach auf Freude wechseln. Aber zumindest auf der Gefühlsskala ein paar kleiner Punkte nach oben klettern, Richtung Ärger, dann hin zu Kontra-Sein, dann Richtung Gleichgültigkeit, dann kommen Hoffnung, Zufriedenheit, Optimismus, positive Erwartung, Glücklichsein, Freude, Liebe. Also du siehst, es ist eine Aufwärtsspirale.

Vielleicht denkst du gerade aber…

Was labert die da eigentlich – die andere ist doch einfach blöd! DIE soll sich gefälligst ändern!!! Äh, dazu ein dickes, fettes JEIN.

Natürlich hat jeder Mensch seine eigenen Baustellen. Auch wenn dein Gegenüber ein Arsch ist, oder vielleicht gerade selbst eine Krise durchmacht und seine Emotionen an dir auslässt, oder aber seine eigenen Themen gar nicht anschauen möchte. Das müssen wir respektieren. Jeder hat seinen eigenen Weg, seine eigenen Aufgaben und seinen freie Willen.

Aber wenn du leidest, kann ich dir nur empfehlen, das Nötige bei DIR zu tun, um für dich auf eine andere Gefühlsebene zu kommen.

Denn letzlich geht es immer darum, sich der eigenen Gefühle bewusst zu werden. Menschen und Situationen in unserem Leben dienen uns als Spiegel, dass etwas in Heilung gehen möchte. Der erste Schritt dabei ist immer das Wahrnehmen.

Was läuft eigentlich bei mir drin gerade ab?

Da wir das oft selbst nicht erkennen, präsentiert das Leben uns eine herausfordernde Situation oder einen lästigen Menschen, der uns beim Erkennen hilft. Ein Erfüllungsgehilfe auf unserem Entwicklungsweg. Robert Betz bezeichnet diese Menschen als Arschengel. Ich finde das sehr treffend 😊

Nicht dass es dann so kommt, wie Stefanie mir schreibt: „Ich will nicht noch so ein Exemplar treffen! Sonst heißt es nachher: die erste hab ich nicht kapiert, die zweite verdrängt und die dritte nicht überlebt!“ Und das wäre doch zu schade für alle, die sich mit irgendwelchen blöden Leuten rumschlagen.

Sie hat die folgende Übung gemacht, und die ganze negative Resonanz gelöst und ist noch weiter dran am Bearbeiten. Jede Schicht, die kommt, kann so abgetragen werden.

Wie genau geht das jetzt mit dem Verändern?

Du kannst einfach schrittweise vorgehen.

1.      Die blöde Kuh nervt dich
Hier kannst du wahlweise alle Begriffe einsetzen, die dir so durch den Kopf gehen. Am Anfang ist es nämlich wichtig, dass wir uns das zugestehen. Wir dürfen auch mal so richtig negativ sein. Das gehört zum Positiven dazu. Wie Yin und Yang. Sonst wird es nämlich nicht rund. Wenn du dem also ein bisschen Raum gegeben hast (also Minuten oder Stunden, keine Wochen!!!), dann kommt der zweite Schritt.

2.      Was es mit dir macht
Was löst es in dir aus? Welche Gefühle? Wo spürst du sie im Körper? Das ist die Analyse-Phase. Dieses Sezieren hilft dir dabei, ein bisschen Abstand zu deinen Gefühlen zu bekommen. Du gehst hier in die Beobachterrolle. Sei einfach ehrlich mit dir und schau, was hochkommen will. Schuld- und Schamgefühle oder Neid können vielleicht auch mit dabei sein, das ist völlig egal. Nimm einfach wahr, ohne zu urteilen. (Das ist übrigens auch das Prinzip der Achtsamkeit).

3.      Alles, was du ablehnst und total blöde findest, ist auch ein Teil in dir.
Ein eigener Anteil, den du ablehnst. Das ist eine Form von Widerstand. Oder eine tiefsitzende Angst (vor Ablehnung, nicht gut genug sein, sich etwas selbst nicht zugestehen….). Das ist ein Teil, der wieder integriert werden möchte. Der angenommen sein möchte. Der zu dir gehört und nur mit dem Integrieren kommst du in deine volle Kraft, in das Ganz-Sein.

4.      Und das Integrieren geht so:
Stell dir diesen abgelehnten, abgespaltenen Anteil außerhalb von dir vor. Nimm vor deinem geistigen Auge wahr, wie sich dieser Anteil zeigt. Als Symbol, als Gestalt, als Wolke, als Gefühl. Ganz egal, denn das kann ganz individuell sein. Lade diesen Anteil innerlich ein, sich bei dir wieder zu integrieren und stelle dir nun vor, wie das geschieht. Wie diese Energieform zurück zu dir kehrt und sich dort integriert, wo sie hingehört (egal wo das in deinem Körper ist). Beobachte das so lange, bis du das Gefühl hast, dass der Vorgang abgeschlossen ist. Atme dann einmal tief ein und aus.
Wahlweise kannst du noch die Vergebenssätze aus dem hawaianischen Vergebensritual (Ho’oponopono) sprechen, bevor du dir das Integrieren vorstellst. Ich mag das sehr gerne, aber das ist Geschmackssache. Die Sätze lauten: Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich liebe dich. Danke.

Was passiert bei diesem Vorgang auf der energetischen Ebene?

Alles im Leben strebt nach Harmonie. Also nach Ausgleich, Balance und natürlicher Schönheit. Das ist die natürliche Ordnung. Dieses Ordnungsprinzip finden wir überall in der Natur (Pflanzen, Früchte etc.), in der heiligen Geometrie, dem goldenen Schnitt in der Kunst und vielem mehr.

Manchmal gerät etwas in Schieflage, eine Dysbalance entsteht und die Dinge laufen nicht mehr rund. Dann helfen Übungen wie oben vorgestellt, um das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen. Dies hilft auch bei, dass das eigene Leben wieder in Fluss kommt und wir uns energetisch wieder höher einschwingen können.

Manchmal gelingt uns das einfacher, manchmal geht es aber auch nicht so gut. Dann einfach sanft und geduldig sein, dranbleiben. Diese Prozesse sind Wachstumsprozesse und können einfach ein paar Tage (manchmal auch Wochen) dauern. Aber deine Ausdauer wird auf jeden Fall belohnt.

Erst, wenn alles wieder in unserem Leben an seinem richtigen Platz ist, kann die Energie und das Leben frei und durch uns hindurchfließen. Wir geben uns dem Fluss des Lebens vertrauensvoll hin, wir lassen den Strom des Lebens fließen, so dass Freiheit, Selbstbestimmung, innerer Frieden, Wohlstand, Sinn im Leben, Glück und Gesundheit uns ganz natürlich zufließen können.

Ich möchte dir gerne noch eine weitere Anregung mitgeben:

Überlege dir (und schreibe es dir am besten auf)

  • was von dem, was du dir wünschst, hat in deinem Leben noch keinen Platz gefunden?

  • was nimmt im Moment zu viel Raum ein? (was du gar nicht möchtest)

  • was ist gerade an einem völlig falschen Ort in deinem Leben?

Überlege, wie du alles und jedem seinen angestammten Platz zukommen lassen kannst. Stelle die Dinge wieder richtig, damit die Energie und das Leben wieder frei fließen kann. Für das Richtigstellen stellst du dir alles einfach vor deinem inneren Auge vor, veränderst es in diesem gedanklichen Szenario, bringst alles in die natürliche Ordnung, so dass ein harmonisches Bild entsteht. Ein Gefühl von innerem Frieden kann sich dabei innerlich einstellen. Oder du weisst einfach, dass es jetzt gut ist.

Das Schöne an einer aufgeschriebenen Liste ist übrigens, dass du die Dinge nach dem Bearbeiten wegstreichen (weil erledigt) oder du die Liste sogar irgendwann verbrennen oder zumindest wegschmeißen (aus deinem Feld loswerden) kannst. Ich liebe ja solche Listen, einfach weil sie mir am Ende das Gefühl geben, etwas geschafft zu haben.

Wie ist es übrigens mit Stefanie weiter gegangen? Sie lebt zum Glück noch. Weil sie die Übungen macht und alles sehr konsequent umsetzt. Das ist das ganze Erfolgsgeheimnis. Das heißt nicht, dass alles immer super einfach und schnell geht (manchmal allerdings schon!). Aber es funktioniert. Und wenn es mal länger dauert, dann kannst du dir auch einfach jemanden zur Hilfe holen. Im Basiskurs kannst du übrigens noch weitere einfache Methoden für ein glückliches Leben lernen oder du kommst ins Coaching und lässt dich von mir ganz individuell unterstützen. Oft reicht es aber tatsächlich, die Übungen nach dem Lesen einfach zu machen.

Die Schwägerin gibt es übrigens noch, aber sie löst in Stefanie keine negativen Emotionen mehr aus.

Wenn dieser Tipp heute auch für jemanden aus deinem Bekanntenkreis hilfreich wären, dann leite den Newsletter einfach weiter.

Hab ein harmonisches Wochenende!

Herzlich, deine Sara

Wie du in einer schwierigen Situation über dich hinauswachsen kannst

"Ich will das einfach nicht mehr mit mir machen lassen!"

Das hat meine Kundin Jasmin in letzter Zeit immer öfter gedacht und Anfang Oktober hat mich dann folgende Email von ihr erreicht:

„Liebe Sara,
bei mir ist es an der Job Front grad ziemlich holprig und ich könnte deinen klaren Blick und deine Unterstützung gut gebrauchen….

Ich überlege ernsthaft meinen Job hinzuschmeißen. Mein Herz ist schon so gut wie weg. Aber neben den finanziellen Überlegungen quält mich die Frage, ob ich dort vielleicht noch ein paar Themen abzuarbeiten hätte. Vielleicht bin ich dort aber auch nur auf dem falschen Terrain unterwegs, also nicht so ganz in meinem Element, wie ich es mir wünschen würde.

Wir haben im Oktober eine Workshop Reihe bei der wir diverse Themen der Abteilung beleuchten sollen. Im Sinne einer strategischen Weiterentwicklung. Dabei müssen wir uns im Vorfeld Gedanken machen und dann vor der gesamten Geschäftsleitung präsentieren. Jeder einzeln. Totaler Horror für mich.

Es macht mir überhaupt Stress, mich zu zeigen. Das kann ich eigentlich nur so richtig in einer Umgebung, in der ich mich wohl, sicher, vertraut und geschätzt fühle. Im Job ist das alles aber so gar nicht der Fall. Ich merke, dass ich dort immer wieder Angst vor Kritik und Versagen habe.“

Und jetzt?

Ich konnte ihr nicht so schnell einen Termin anbieten, wie sie sich das gewünscht hätte. Ich bat sie aber durchzuhalten und erst nach unserer gemeinsamen Sitzung eine definitive Entscheidung zu treffen.

Manchmal ist es nämlich so, dass wir einer anstehenden Herausforderung aus dem Weg gehen wollen. Da spüren wir richtig körperlich, dass sich alles sträubt, dass wir voll im Widerstand sind. Also ich kenn das ziemlich gut. Du auch?

Ist der Weg des geringsten Widerstands tatsächlich immer der beste?

Du hast immer die Wahl. Nämlich ob du dich der Herausforderung und damit deinem Thema stellst, oder ob ausweichst, dem Ganzen aus dem Weg gehst und du zwar eine kurzzeitige und schnelle Erleichterung spürst. Aber du dafür das Thema beim nächsten Job wieder aufgetischt bekommst. Und das passiert normalerweise so lange, bis du es in dir gelöst hast.

Wenn eine Pflanze es durch den Asphalt schafft, dann schaffst du das auch!

Wenn eine Pflanze es durch den Asphalt schafft, dann schaffst du das auch!

Und wie geht das, das Auflösen?

Jasmin und ich haben uns im Coaching zum einen die aktuelle Situation am Arbeitsplatz angeschaut, die Verbindung zu den Kollegen und Vorgesetzten.

Beim Beleuchten ist immer relevant, welches Gefühl bei einem selbst ausgelöst wird. Denn nur darum geht es. Um nichts anderes. Die Situation im Außen dient nur dazu, dass du erkennst und verstehst, was in dir drin los ist. Und je länger du es nicht kapierst, desto massiver wird die Situation im Außen. Und zwar so lange bis der Groschen fällt.

Das Schöne am Coaching ist, dass ich als Coach diesen Erkenntnisprozess durch meine Fragen beschleunigen kann. Ich kann ganz gezielt darauf hinführen, so dass meine Kunden, in diesem Fall Jasmin, versteht, worum es wirklich geht. Was das Thema genau ist und damit können wir dann ganz wunderbar auch energetisch arbeiten.

Wir haben bei Jasmin eine innere Umprogrammierung vorgenommen, so dass sie in der Lage war, sich der Herausforderung zu stellen. Das unangenehme Gerücht, welches ihr zu Ohren gekommen war und sie persönlich total getroffen hatte, mit dem Chef zu besprechen. Denn das lag ihr schon so lange auf der Seele. Und das auch noch ohne in Tränen auszubrechen.

Und das wars schon?

Nein. Denn Jasmin hätte nach unserem Coaching sich dennoch dagegen entscheiden können, all das zu tun, was wir gemeinsam besprochen hatten. Sie hätte sich immer noch wegducken und den Weg des geringsten Widerstands gehen können. Denn nur durch eine innere Neuorientierung ist nicht automatisch alles leicht und fluffig. Es braucht trotz allem Mut, durch das unangenehme Gefühl hindurch zu tauchen und den Stier bei den Hörnern zu packen.

Und diesen Mut hat Jasmin aufgebracht. Sie hat sich gut auf das Gespräch und die Präsentationen vorbereitet. Sie hat klar und wahr kommuniziert und ist bei all dem einfach bei sich selbst geblieben. Hat sich ihrem Thema gestellt und nicht eine Rolle gespielt, sondern sich gezeigt. So wie sie ist. Ungeachtet der möglichen Konsequenzen, die daraus hätten resultieren können.

Und was war das Ergebnis?

Jasmin hat mir noch in der Woche ihres scheinbaren Horrorszenarios folgendes Feedback geschrieben:

„Liebe Sara,
ich hab mich prima geschlagen!! ich konnte mich gut zeigen, hab meinem Chef sogar im Gespräch an zwei-drei Stellen sehr deutlich gesagt, was mich an seinem Verhalten stört. Er hat sich hinterher für meinen Mut bedankt und mich umarmt!

Der Workshop heute lief etwas anders als erwartet – aber auch hier habe ich mich echt gut gehalten: Ich war heiter, sogar ein bisschen gelassen und hab mich über meinen Anteil an der Präsentation hinaus sogar an der Diskussion beteiligt.

Natürlich war ich anfangs bei beiden Baustellen nervös. Aber ich hab’s insgesamt wirklich gut hinbekommen! Und ich glaube, ich kann jetzt auch mit den folgenden Workshop-Terminen gut umgehen. Außerdem habe ich mir fest vorgenommen, in diesem Prozess immer wieder auch zu sagen, was ich gut finde bzw. was nicht…

Tatsächlich war ich am Mittwochabend ein bisschen wie berauscht und in Feierlaune…

Im Moment hab ich einen richtigen Lauf im Job. Ich fühle mich freier und trete dadurch (glaube ich jedenfalls) auch souveräner auf."

Und die Moral von der Geschicht…

Manchmal werden wir mit Situationen konfrontiert, vor denen wir am liebsten Weglaufen würden. Ich rede hier natürlich nicht von schlimmen Schicksalsschlägen, denn bei denen ist die Sachlage oft sehr vielschichtig und nicht einfach mit einer einzelnen Coachingsitzung bereinigt.

Ich muss auch dazu sagen, dass Jasmin bereits Anfang des Jahres einen ganzen Coachingprozess bei mir durchlaufen hat und seither kontinuierlich an sich selbst arbeitet. Und manchmal sind wir dann trotzdem schneller und gewinnen mehr Sicherheit, wenn wir uns Hilfe in einem bestimmten Thema holen.

Diese Geschichte freut mich einfach so sehr, weil es genau zeigt, dass Coaching aufdeckend und unterstützend wirken kann. Aber das eigene Handeln natürlich dadurch nicht erspart bleibt. Jasmin ist hier sehr über sich hinausgewachsen. Das hat sie Kraft gekostet und eine ganze Menge Überwindung. Das ist aber immer so, wenn wir unsere Komfortzone verlassen.

Was du gewinnen kannst

Gewonnen hat sie ein neues Standing in ihrem Job, ein neues Ansehen durch ihren Chef, ein gestärktes Selbstwertgefühl und die Erkenntnis, dass sie nicht falsch oder uncool ist, sondern dass sie Anerkennung und Respekt genau in dem Moment erhält, wenn sie sich traut, sich selbst zu sein. Und das ist doch das größte Geschenkt, welches sie sich selbst hat machen können.

Was du selbst (auch ohne Coaching) tun kannst

Wenn du dich in einer Situation oder mit einem Menschen unwohl fühlst, dann kannst du für dich selbst folgendes tun:

1. Der Blick nach innen

Ziehe deine „Aussenbrille“ ab und schau nach innen (bei dir selbst). Die Person oder die Situation dient nur dazu, deine bisher unbewussten Mechanismen erkennen zu können. Du bekommst quasi den Wink mit dem Zaunpfahl.

2. Das Gefühl

Welches Gefühl wird bei dir ausgelöst? Und was liegt dort noch für ein Gefühl drunter? Z.B. Wenn du total wütend bist, was ist das eigentlich Gefühl für die Wut? Hilflosigkeit? Ohnmacht? Forsche hier, bis du spürst, dass du beim Kerngefühl angekommen bist.

3. Was darunter liegt

Erkenne dieses Grundgefühl an. Löse den Widerstand dazu auf. Entweder hast du hierzu schon Techniken an der Hand, wie du das selbst anwenden kannst. Wenn nicht, suche dir Hilfe oder lerne solche eine Technik. In meinem Seminar lernst du z.B. eine mentale Heilmethode zur Lösung von Blockaden und negativen Emotionen.

4.      Annehmen was ist

Durch das Annehmen bekommen diese negativen Gefühle und die darunter liegenden Gefühle Raum. Erst durch das Annehmen entsteht Ganzheit. Denn Licht und Schatten gehören zusammen. Du lässt sie sein und fühlst sie. Sie sind erst starr, dann beginnen sie sich zu bewegen. Das kannst du ganz wunderbar fühlen. Und dann werden sie kleiner. Und lösen sich auf. Vielleicht nicht beim ersten Durchgang. Aber beim nächsten. Beib einfach dran.

Dieser Miniprozess gelingt mal besser und mal schlechter. Manchmal gelingt er uns nur mit fremder Hilfe. Probiere es einfach mal aus. Vielleicht ist diese Vorgehensweise ja etwas, das dir liegt.

Was Jasmin gelungen ist, das gelingt dir auch. Das Gefühl, die Herausforderung gemeistert zu haben, bleibt dir erhalten. Und es wird dich noch lange tragen.

Wo bist du in der letzten Zeit über dich hinausgewachsen? Schreib es in den Kommentar!

Herzlich, deine Sara

ps. in meinem Seminar lernst du, wie du emotionalen Ballast loswerden und dir ein Leben programmieren kannst, wie du es dir wünschst. Hier geht's zum Seminar

 

 

3 Dinge, die du tun kannst, um das innere Chaos los zu werden

Die folgenden Worte hat mir Sabine letzte Woche geschrieben:

„Ich habe irgendwie das Gefühl im Hamsterrad zu sein. Ich komme ins Büro und da liegen so viele Sachen, dass ich überhaupt nicht weiß wo ich anfangen soll. Dann sitze ich aktuell in der Woche ca. 20h in Meetings und komme mit neuen to do's raus und gleichzeitig sind weitere Mails aufgelaufen. Und ich habe dabei permanent das Gefühl den Überblick zu verlieren. Aber der Kern ist wohl eher, dass ich es nicht schaffe, mich abzugrenzen. "Nein" zu neuen Aufgaben zu sagen bzw. noch viel mehr, dass ich nicht einfach sagen kann "ich habe heute mein Bestes gegeben und gehe jetzt trotz Chaos zufrieden nach Hause". Also warum dominiert das Gefühl des getrieben seins und des fehlenden Überblicks? Warum bin ich immer so sehr im "außen" und so wenig bei mir selbst?"

Ich denke, dass es vielen oft ganz genauso geht wie Sabine. Also ich kenne das zumindest von mir selbst - und ich beobachte das auch in meinem Umfeld. Innerlich aufgewühlt, neblig, verworren und es ist ein immenser Druck spürbar. Und diesem Druck Stand zu halten, alles unter Kontrolle zu halten, das kostet irrsinnig viel Kraft.

In Sabines Geschichte stecken ganz viele Dimensionen, die man z.B. auch in einem Coaching anschauen könnte. Du kannst aber auch selbst einiges tun, damit sich das innere Chaos legt. Wichtig ist zunächst einmal, dass der starke Druck verringert oder aufgelöst wird. Denn durch Druck und Gegendruck passiert folgendes: Alles kommt zum Stillstand. Es ist, als ob wir im Widerstand verharren würden und keinen Weg mehr finden, in Bewegung zu kommen.

Der erste Schritt ist dann immer etwas, was die Bewegung wieder anstösst, und das kann auf verschiedenen Wegen erfolgen.

3 Dinge, die du sofort tun kannst

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1. Aufschreiben und Annehmen

Bringe auf Papier, was dich gerade bewegt. Schreibe es auf. Bei Sabine war es die Mail, die sie mir geschrieben hat. Oft ist das schon sehr heilsam. Man wälzt nicht mehr die Gedanken hin und (das ist nämlich dann auch immer innerlich), sondern formuliert, was gerade bewegt. Versuche es auf den Punkt zu bringen - also wenn du z.B. mir erklären würdest, was dich gerade plagt, wie würdest du mir das schreiben? Durch das Aufschreiben sortiert sich bereits einiges in deinem Geist. Und höre dabei in dich hinein, welche Gefühle diese Gedanken begleiten. Schreibe die Gefühle auch auf. Du kannst auch schauen, wo sich diese Gefühle im Körper bemerkbar machen. Eher im Bauch oder im Brustbereich? (oder wo auch immer). Ist es eher ein heisses oder kaltes Gefühl? Solche Beobachtungen helfen zu verstehen, worum es gerade wirklich geht.

Normalerweise ist es ja auch so, dass wir - wenn wir mal in so einem Kreislauf feststecken - immer Gedanken und Gefühle von „ich will nicht“ haben. Dabei sind wir so richtig voll im Widerstand. Das blöde dabei ist nur, dass dieser Widerstand die Situation aufrecht hält. Der ist wie ein guter Kleber, der uns fest mit der unerwünschten Situation verbindet.

Was kannst du also gegen Widerstand tun? Ihn annehmen. Die Situation annehmen. Dabei kannst du einfach innerlich zu dir sagen: „Das belastet mich gerade sehr“. Es ist ein bisschen wie innerlich Frieden schliessen mit dem, wo du gerade stehst. Damit meine ich nicht, dass du aufgeben sollst, sondern quasi den Status quo würdigen und dann weitergehen auf deinem Weg.

2. Visualisierenund Disoziieren

Eine andere Möglichkeit, das innere Chaos zu bändigen, ist die folgende Übung. Hierfür benötigst du ein paar Minuten, ausserdem etwas Ruhe. Du solltest in einen entspannten Zustand kommen können, so dass du dich gut spüren kannst. Stell dir nun vor deinem inneren Auge vor, wie du dein inneres Wirrwarr, das ganze Knäuel an Gedanken und Gefühlen in eine Wolke packst. Und diese Wolke schwebt jetzt mit dir im Raum. Schau dir an, wo diese Wolke ist. Vor dir oder über dir? Gross oder klein? Hat sie eine Farbe? Wenn ja, welche? Und dann spüre in die Wolke hinein - was braucht sie, um sich auflösen zu können? Nimm einfach die ersten Gedanken, die dir dabei in den Sinn kommen. Und das, was die Wolke braucht, ist im Universum vorhanden. Du kannst dir also einfach vorstellen, wie ein Regenschauer alles auf die Wolke regnet, das sie jetzt gerade benötigt. Und das stellst du dir so lange vor, bis sich die Wolke entweder auflöst, oder wegschwebt.

Diese Visualisierung hilft dabei, dich zu disoziieren (zu trennen) von der jeweiligen Gefühlslage. Das bewirkt eine ähnliche Erleichterung, wie das Aufschreiben. Es wird aus deinem System „rausgebracht“, so dass du das Ganze aus einer Metaperspektive betrachten kannst.

3. Körperliche Aktivität und Natur

Wenn das innere Chaos, der innere Druck ganz besonders gross ist und wir uns sehr getrieben fühlen, dann hilft es manchmal nur, sich etwas komplett anderem zu zuwenden. Dein innerer Antreiber wird dir immer wieder ins Ohr flüstern: „du solltest unbedingt noch xy tun!“, „du musst aber noch….“. Ich mache dann folgendes: Ich mache Sport. Draussen oder im Fitnessstudio. Kann auch nur ein Spaziergang sein. Am See oder im Wald. Ganz egal. Irgendeine Form der Bewegung, die dabei hilft, den inneren Druck abzubauen. Meistens ist es übrigens bei mir so, dass die Entscheidung, jetzt erst mal eine Stunde was für mich zu tun, so richtig Stress erzeugt. Denn dafür hab ich ja eigentlich gar keine Zeit. Ich müsste doch so dringend noch xyz erledigen. Aber mittlerweile kenne ich ja die Tricks meines Egos und daher weiss ich, dass ich nach der Bewegungsphase um ein Vielfaches produktiver bin als zuvor. Ich bin geistig klarer, der Druck ist weg und ich komme viel leichter in einen konzentrierten Flow, was vorher gar nicht möglich war. Und ich schaffe dann plötzlich viel mehr in weniger Zeit. Probier`s mal aus!

Aber nochmal zurück zu Sabine: Sabines Geschichte ist ein schönes Beispiel dafür, dass wir immer mal wieder Zeiten im Leben haben, in denen wir uns unzulänglich fühlen und einen immensen Druck spüren. Ich finde auch nicht, dass das nicht sein darf. Ich bin der Meinung, dass es darum geht, bei uns selbst zu erkennen, was gerade in mir drin los ist und wie ich damit umgehen kann. Und wenn wir selbst keinen anderen Umgang mehr finden, den Blickwinkel nicht ändern können, im Sumpf steckenbleiben, dann braucht es manchmal einfach einen Impuls von aussen. Und das kann von einem Coach, einem Therapeuten, dem Partner oder einfach von einer guten Freundin kommen.

Und - was mich besonders freuen würde - vielleicht hast du ja den heilsamen Impuls jetzt durchs Lesen bekommen?

Herzlich,
Sara

 

Ps. In meinem Seminar im Mai kannst du lernen, wie du Blockaden, Widerstände und negative Gefühle löst und wie du dich neu programmieren kannst für Glück, Lebensfreude und Gesundheit. Willst du mit dabei sein?

So tun als ob… Seifenblase oder Wunderwaffe?

Ich bin mir sicher, dass du auch schon dem ein oder anderen Menschen begegnet bist, dem du zunächst bewundernd und ehrfürchtig zugehört und anerkennend mit dem Kopf genickt hast, wenn er oder sie seine Thesen zum Besten gegeben hat. Manchmal könnte man fast neidisch werden, was da alles geschafft oder erreicht, oder wie gewisse Situationen gemanagt wurden. Mit der Zeit hat sich dann aber herausgestellt, dass das alles blosse Theorie ist - und was ist dahinter? Nichts als heisse Luft. Die Enttäuschung ist dann oft gross, wenn man feststellt, dass man so einer Person aufgesessen ist. Nicht selten schlägt so etwas in Ablehnung und Widerstand um, vor allem wenn das „So tun als ob“ dem Anwender dazu diente, sich selbst in ein gutes Licht zu rücken und andere von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.

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Seifenblase oder Wunderwaffe?

Dabei ist die „So tun als ob“-Strategie gerade bei der Erfüllung von Herzenswünschen eine wahre Wunderwaffe. Im NLP, dem Neurolinguistischen Programmieren, heisst diese Technik „Metamodelling“. Dabei begibt man sich gedanklich und gefühlsmässig in seinen Wunschzustand, dem zukünftigen Ich. Dem Ich, das bereits genau das erreicht hat, was das Jetzt-Ich sich noch wünscht. Das hört sich zunächst natürlich erst einmal ein bisschen zweifelhaft an. Das Interessante daran ist allerdings, dass es tatsächlich wirkt. Künstler oder Schauspieler nutzen diese Methode, um leichter in ihre Rolle zu finden oder aus dem riesigen Steinblock die Skulptur herauszuschlagen, welches sie das Endresultat bereits vor ihrem geistigen Auge sehen.

„Was der Geist sich vorstellen kann, kann er auch schaffen (Clement Stone)“

Wie kannst du dies nun für Deine Wünsche nutzen?

Erlaube dir, groß zu denken, zu träumen. Erlaube dir, wirklich deine Größe zu spüren. Auch wenn Du im Moment noch gar nicht wirklich weisst, wohin dein Herz dich wirklich tragen möchte, fange an. Warte nicht auf die nächste Gelegenheit, denn die beste Gelegenheit anzufangen, ist jetzt!

Starte mit dem, was Du weisst.

Du wünschst Dir glückliche Beziehung? Oder möchtest du endlich deine wahre Berufung kennen? Oder willst endlich wieder gesund und voller Kraft sein?

Stelle dir dein zukünftiges Ich vor, das das alles erreicht hat. Sei ganz sie. Sie ist jetzt schon in dir. Du bist sie. Wie sieht und bewertet sie die Welt? Was denkt sie, wenn sie morgens aufwacht? Was sind ihre Überzeugungen über sich, ihren Wert, ihr Leben? Was ist das, was ihr so viel Freude und Erfüllung bringt? Und gib dir auch hier immer die Erlaubnis, dass der Ruf deiner Seele oder deines Herzens sich jetzt entfalten darf, sich in deinem Bewusstsein ausbreiten darf, du es wahrnehmen und verstehen kannst, jetzt die Erkenntnis hast. Entscheide dich bewusst dafür und gib dir selbst ein JA!

Du steckst fest?

Manchmal ist es ja so, dass wir einfach ein Rumoren spüren, eine Zerissenheit, ein Unwohlgefühl. Wir wollen oder sollen etwas ändern, aber wissen überhaupt nicht, wohin es für uns gehen soll. Und dann ist an „so tun als ob“ erst mal nicht zu denken.

Vielleicht bist du im Moment so gestresst, dass die Energie gar nicht mehr richtig fliesst, du den Kontakt zu dir selbst nicht mehr hast, und nur noch im Alltag funktionierst. Dann beginne damit, deine Energie wieder ins Fliessen zu bringen. Frage dich bei allen Tätigkeiten, die du tust und bei allen Menschen mit denen Du Zeit verbringst, folgendes: „Energiespender oder Energieräuber? Wenn du diese Aufteilung machst erkennst du sehr schnell, wo du mit deiner inneren Quelle in Berührung bist und wo nicht. Natürlich können wir im Alltag nicht nur Dinge tun, bei denen unsere Energie fliesst, ich glaube das wäre utopisch zu behaupten. Das Leben besteht auch aus Alltag und Routinen, manchmal von aussen vorgegeben. Aber du kannst dich entscheiden, ob das, was dir Energie raubt, wirklich notwendig ist. Wenn es unbedingt von dir getan werden muss, dann versuche dir eine innere Haltung zu anzueignen, die zumindest neutral ist. Also dass du nicht permanent dem Gefühl von Widerstand und Negativität ausgesetzt bist. So kannst du deine Energie wieder zum Fliessen bringen.

So tun als ob - die Wunderwaffe

Diese Strategie funktioniert als Wunderwaffe genau dann hervorragend, wenn wir sie als ein Puzzleteil für das Ganze sehen. Uns gedanklich und mit dem Gefühl in den gewünschten Zustand zu beamen, bereits jetzt gewisse Dinge so leben, wie man sie sich wünscht (auch wenn das vielleicht erst mal nur im Kleinen umsetzbar ist) und sich dann einen Plan zu Umsetzung machen. Und diesen Schritt für Schritt tun. Manchmal kommen uns die Schritte so lächerlich klein vor, dass wir nicht mal damit beginnen, sie zu gehen. Und dann sind wir enttäuscht, dass wir nie ans Ziel kommen. Das TUN ist aber genauso wichtig wie das Denken, denn wenn du abnehmen willst ist der geistige Aspekt eine wichtige Unterstützung. Aber ohne zusätzliche Bewegung und einer Anpassung deiner Ernährung wird das Abnehmen ein Traum bleiben.

Es kursiert derzeit im Netz folgender schöner Spruch: „In einem Jahr wünschtest du, du hättest heute begonnen“ . Ich finde diesen Spruch sehr schön und treffend. Und immer, wenn ich mich besonders gestresst fühle und nur noch riesen Berge vor mir sehe, atme ich mal tief durch und hole mir diesen Spruch wieder ins Bewusstsein. Und dann setze ich einen Fuss vor den anderen und gehe einfach Schritt für Schritt. Eins nach dem anderen.

Also beginne heute mit der Entscheidung, zu erkennen, was du wirklich willst. Dann begib dich in Gedanken und in Gefühlen so oft wie möglich in dein zukünftiges Ich. Wenn du das noch verstärken willst, dass erstelle Dir ein Vision Board (Collage) mit allem, was du dir wünschst. Suche dir hierzu Bilder aus Zeitschriften oder dem Web, die das Gefühl verkörpern, nach dem du dich sehnst. Hänge dir das Vision Board irgendwo hin, wo du es dir mindestens 1 Mal pro Tag anschauen kannst. Ich habe meines z.B. in die Innenseiten meiner Schranktüren geklebt. So werfe ich jeden Tag einen kurzen Blick darauf. Und dann beginne mit dem „So tun als ob“, schrittweise, so weit wie es dir heute möglich ist, so dass du langsam zu dem werden kannst, der du sein willst. Kleine Schritte sind aus meiner Sicht übrigens deshalb so gut, weil sie uns nicht als riesen Veränderung stressen, sondern wir sie fast unmerklich in unseren Alltag integrieren können. Und schwupps sind wir am Ziel, ohne grosse Opfer erbracht haben zu müssen.

Und vergiss nicht: Hab Spass dabei! Probiere dich aus, spiele damit. Denn es darf auch leicht gehen.

Herzlich,
deine Sara

19 Fragen an dich selbst, um deine Berufung zu finden

Was ist das eigentlich genau, diese Berufung, der wir alle hinterher hechten?

Irgendwie scheinen wir sie alle zu suchen - unsere Berufung. Du nicht auch? Also ich hab sie definitiv schon gesucht und die meisten meiner Coaching-Kunden auch. Diese sinnstiftende Aufgabe im Leben, für die wir hier auf der Erde sind. Ist ein mächtiger Begriff, diese Berufung. Und wir suchen und warten und suchen und warten. Und am besten soll uns jemand anderer einfach sagen, wozu wir hier sind und was wir tun sollen.

Eigentlich wollen wir uns erfüllt fühlen....

Und vor lauter suchen nach dem grossen Einen rauschen alle Anzeichen für unsere Berufung an uns vorüber, leider unbeachtet. Und ganz ehrlich - ich bin sowieso der Meinung, dass es bei der Suche nach der Berufung hauptsächlich darum geht, dass wir uns erfüllt fühlen möchten. Dass wir mit unserer Tätigkeit Sinn erleben und auch Sinn stiften wollen. Dass wir Wert und Nutzen für andere generieren möchten und dabei selbst Freude erleben. Das kann übrigens alles mögliche sein: Jemand, der wundervolle Blumensträusse kreiert, sich damit selbst kreativ ausdrückt und der beschenkten Person Freude an der Schönheit bringt. Oder eine Person, die es liebt, Ordnung und Sauberkeit herzustellen und bei Dir als Putzfrau tätig ist. Du bist dadurch frei für andere Aufgaben, die für Dich richtig sind. Wir müssen also gar nicht alle Mutter Theresa werden....

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Die Antwort liegt in Dir

Und das ist jetzt bestimmt auch keine bahnbrechende Neuigkeit für Dich. Aber ich sags trotzdem: Die Antwort liegt in Dir. Du musst nur genau hinschauen und genau hinhören. Und manchmal auch die Geduld aufbringen, bis sich die Antwort in dir entfaltet. Vielleicht erkennst du dann, dass du längst viel von dem tust, wozu du bestimmt bist. Und es möglicherweise nur noch wenige Anpassungen braucht, damit du dich so richtig erfüllt fühlen kannst. Manchmal braucht es vielleicht grössere Entscheidungen, dass du das leben kannst, was du wirklich wirklich willst. Und manchmal ist es vielleicht sogar so, dass einfach alles so bleiben darf, wie es gerade ist und du dir bisher noch nicht umgesetzte Herzenswünsche Schritt für Schritt realisierst (eine Ausbildung machen, Reisen, Kochen lernen oder was immer es für dich ist).

Was ich herausgefunden habe

Erfüllt fühlen wir uns vor allem, wenn wir in unserem Element sind. Dann fühlen wir uns voller Energie, Tatkraft, vergessen die Zeit und sind gleichzeitig total leistungsfähig ohne angespannt zu sein. Wir sind im Flow. Und dieser absolut natürliche Zustand bewirkt dann auch, dass wir im Tun noch supergute Ergebnisse erzielen. Wir sind erfolgreich. Wir haben eine ganz andere Ausstrahlung und stecken andere Menschen mit unserer positiven Energie förmlich an. Was ist es also, Dein Element? Weisst Du es?

Dein Element ist dein Weg

Vielleicht ist dir bereits klar, wann du so richtig in deinem Element bist. Dann gratuliere ich Dir schon mal. Für dich heisst es jetzt vor allem: Wie kann ich mehr davon in meinem jetzigen Leben integrieren?!

Falls es dir noch nicht so klar ist, dann stelle dir die folgenden Fragen, lasse sie auf dich wirken, beantworte sie, Frage deine Eltern oder Freunde und sei offen für die Antworten. Einen Tipp: schreibe die Antworten auf. Beim Schreiben werden ganz neue Nervenbahnen im Gehirn aktiviert, alles wird viel verbindlicher. Du merkst beim Schreiben auch sehr gut, wo es schon fliesst und wo es stockt. Bleib offen und geduldig, es ist ein Prozess.

19 Fragen um Deine Berufung zu finden

  1. Wann bin ich so richtig in meinem Element? (Also in welchen Situationen oder bei welchen Tätigkeiten fühle ich mich wie ein Fisch im Wasser?)

  2. Was würde ich am liebsten den ganzen Tag lang machen?

  3. Bei welchen Tätigkeiten vergeht die Zeit wie im Flug (und ich merke es nicht mal)?

  4. Bei welchen Tätigkeiten fühle ich mich voller Energie, Tatkraft und Vitalität?

  5. Was konnte ich schon als Kind gut? (Was habe ich als Kind am liebsten gespielt?)

  6. Welche Fähigkeiten habe ich im Laufe meines Lebens entwickelt?

  7. Was würde ich gerne machen, was ich noch nie gemacht habe?

  8. Was bewundere ich an anderen?

  9. Was liebe ich wirklich?

  10. Was macht mich glücklich?

  11. Wann habe ich so ein sattes, zufriedenes Gefühl?

  12. In welchen Momenten habe ich das Gefühl, mir selbst treu zu sein?

  13. Welches Thema taucht immer wieder in verschiedenen Aspekten in meinem Leben auf? (Bei mir oder anderen Menschen in meinem nahen Umfeld)

  14. Was war die grösste Krise, die ich im Leben erlebt habe und die ich erfolgreich gemeistert habe?

  15. Wenn Geld keine Rolle spielen würde: was würde ich tun, wie würde ich leben, wie sähe mein Tag aus?

  16. Bin ich bereit, meine Berufung zu finden auch wenn es bedeutet, dass ich Entscheidungen treffen muss, die ich noch nie getroffen habe?

  17. Wer will ich sein?

  18. Was würde ich tun, wenn ich nicht scheitern könnte?

  19. Was ist heute bzw. innerhalb der nächsten 72 Stunden der nächste Schritt, den ich tun kann, um meinen Traum zu leben?

Dein Element ist Dein Weg

Wenn Du mehr von deinem Element in deinen aktuellen Alltag integrierst und nicht wartest, bis sich DIE BERUFUNG zeigt, damit du endlich loslegen kannst, wirst Du dich automatisch erfüllter fühlen. Denn das ist es, wozu du hier bist. Um glücklich und entspannt zu leben!

Herzlich,
Deine Sara

ps. Du willst mehr von deinem Element in deinen Alltag integrieren und weisst aber nicht wie? Weil zwischen allen Anforderungen im Alltag Null Platz dafür ist? Manchmal braucht es einen klaren Blick von aussen, ein paar Blockaden müssen entfernt oder Hindernisse überwunden werden. Gemeinsam schafft man das manchmal besser und schneller als alleine, also schreibe mir gerne an post@sararuf.com
 

Du hast einiges zu verlieren: Nämlich deine Selbstsabotage!

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Manchmal ist es aber auch wie verhext: Obwohl Du schon alles Erdenkliche an Dir gearbeitet hast, Blockaden gelöst, Familie aufgestellt, Ziele umgesetzt, manifestiert, gewünscht, gebetet…und doch bleibt der erhoffte Erfolg aus.

Möglicherweise trifft einer der folgenden Selbstsabotageprogramme auch auf Dich zu. Diese 3 subtilen Mechanismen sind oft der Grund, warum wir uns unseren Erfolg selbst verwehren:

 

 

Wen willst Du schützen?

Wen willst Du bestrafen?

Wen willst Du zufrieden stellen?


Lass Dir diese 3 Fragen mal durch den Kopf gehen und beobachte mal, was sich dann so in Dein Bewusstsein schlängelt.

Sabotageprogramm 1: Wen willst Du vor Deinem eigenen Erfolg schützen?

Deinen Partner, der sich vielleicht in seinem Ego verletzt fühlt, wenn Du mehr verdienst als er? Deine Eltern, weil Du Dich vielleicht schuldig fühlst, Dir mehr leisten zu können als sie? Oder womöglich willst Du Dich selbst schützen, weil Du die Überzeugung hast, dass viel Erfolg auch mit viel Arbeit zu tun hat, Du aber eigentlich vor allem mehr Leben (mehr Freizeit, mehr Geld, mehr Liebe) möchtest?

Dieses Selbstsabotageprogramm hört sich im Kopf ungefähr so an: „Was wäre, wenn mich mein Partner verlässt, wenn ich mehr verdiene?“ „Was wäre, wenn meine Eltern mich verachten, weil es mir viel besser geht als ihnen?“ oder „was wäre, wenn ich keine Zeit mehr für meine Freunde, Familie oder mich hätte, weil ich nur noch am Arbeiten wäre?“

Bei diesem Programm befinden wir uns sozusagen im Katastrophen-Modus und wir malen uns vor dem inneren Auge die schlimmsten Resultate aus. Letzen Endes ist es ein Schutzprogramm unseres Unterbewusstseins, welches uns vor einer Angst (vielleicht haben wir Angst vor dem Verlassenwerden?) schützen soll. Deshalb sabotieren wir uns selbst und verhindern damit die schmerzliche Konsequenz. Wir hindern uns aber mit absoluter Sicherheit daran, selbst erfolgreich zu sein in dem, was wir uns von Herzen wünschen.

Dieses Programm ist so subtil, dass wir es sehr oft nicht wahrnehmen. Du kommst ihm auch auf die Schliche, wenn Du Dich mal andersherum fragst: Inwiefern hilft es mir, mich selbst zu bremsen? Was ist (weiterhin) möglich, wenn ich nicht erreiche, was ich mir wünsche?

Sabotageprogramm 2: Wen willst Du bestrafen?

Jetzt fragst Du Dich vielleicht, wie es sein kann, dass Du andere bestrafst, wenn Du Dir selbst Deinen Traum erfüllst. Das ist doch irgendwie absurd.

Ja, das ist absolut absurd. Aber wir reden hier ja auch von Selbstsabotage, oder nicht?

Dieses Programm hat oft mit Wut auf andere zu tun. Vielleicht bist Du durch ein Verhalten oder eine Äusserung einer Person verletzt oder beschämt worden und jetzt entsteht unbewusst der Drang, diese Person dafür zu bestrafen. Wenn Du ab und zu mal denkst „Dir wer ich’s zeigen!!!“, dann frag dich doch einfach mal: „Wen will ich bestrafen? Warum? Auf welche Weise verletzt ihn/sie das?“ Und werde Dir auch bewusst, dass Du Dich im Opfersein befindest, wenn Du an dieser Geschichte festhälst. Übernimm die Verantwortung für Dein Erleben, vielleicht musst Du der anderen Person vergeben, für das, was sie dir „angetan“ hat. Vielleicht auch nicht. Vielleicht genügt einfach Deine Entscheidung, nun in Deiner inneren Macht zu bleiben, erfolgreich zu sein und das Geschehene ad acta zu legen. Andernfalls strafst Du sonst nur Dich selbst.

Sabotageprogramm 3: Wen willst Du zufrieden stellen?

Manchmal ist es ja so, dass wir gerade deshalb erfolgreich sind, um anderen zu gefallen und dafür im Gegenzug etwas zu erhalten (Anerkennung, Liebe, Wertschätzung usw.). Manchmal ist es aber auch so, dass wir jemand anderen zufrieden stellen wollen indem wir uns unseren Erfolg selbst verwehren. Hier kannst Du Dich fragen: Wovor fürchtest Du Dich wirklich? Missbilligung der anderen? Angst, keinen guten Eindruck zu machen? Angst, jemanden zu verlieren?
Also schau einfach hin und frage Dich: Wen will ich zufrieden stellen? Warum? Wovor habe ich eigentlich wirklich Angst?
Angst ist im Grunde ein Gefühl, das ausgelöst wird, weil wir eine Art von Schmerz erwarten (also wir rechnen mit einer emotionalen Verletzung). Wir glauben, dass wir keine Kontrolle über die Situation haben und bekommen es daher mit der Angst zu tun.

Die Angst zu besiegen gelingt nur, wenn wir akzeptieren, dass unser Handeln möglicherweise auch schmerzliche Konsequenzen haben kann. Wenn wir bereit sind, damit umzugehen, können wir die Angst hinter uns lassen und mutig voranschreiten.

Also:
Wen schützt, bestrafst oder stellst Du zufrieden indem Du Dir Deinen Erfolg verwehrst?
 

Und denke daran: Erst wenn du aufhörst, Dich selbst zu sabotieren kannst Du Dein Leben selbst in die Hand nehmen. Wenn Du erfolgreich bist und es Dir so richtig gut geht, kannst Du auch anderen zur Seite stehen, damit auch sie erfolgreich sein können und es ihnen so richtig gut gehen kann. Und dann ginge es uns allen gut. Wär das nicht schön?!

Herzliche Grüsse

Sara

Streiten ist toll!

Mal ehrlich, wer streitet schon gerne? Ich jedenfalls nicht. Ich bin ein absoluter Harmonie-Mensch und ich streite nicht gerne. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden und kann ja durchaus auch sehr klärend wirken. Trotzdem muss ich zugeben, es nimmt mich jedes Mal irgendwie mit. Nach einem deftigen Streit muss ich mich dann körperlich erst mal auspowern und meinen Geist ein bisschen durchpusten.

So geschehen in der vergangenen Woche: die Fetzen flogen und ich bin anschliessend aufs Fahrrad gestiegen, um mich erst mal wieder zu sortieren, den Kopf frei zu bekommen. Ich stellte mir dabei folgende Fragen: Was hat das mit mir zu tun? In welchen Bereichen hat der andere Recht mit seiner "Anschuldigung" und wo lässt er gerade einfach seine eigene, innere Spannung an mir ab? Wo fühle ich mich tief getroffen? Und was macht es sonst noch mit mir - ganz tief innen drin?

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Und wenn ich dann meinen Blick (statt auf den anderen und wie blöde er mich behandelt hat) auf mein Inneres richte und darauf achte, was jetzt aus den Untiefen in mir aufsteigt, dann entfaltet sich die grosse Kraft, das Thema, die Erkenntnis, die neue Leidenschaft für etwas, was bisher verschüttet war.

In mir hat es ein Feuer entfacht, was mit dem Streit eigentlich gar nichts zu tun hatte. Aber jetzt habe ich den nötigen Drive, eines meiner wichtigen Ziele voranzutreiben. Diese Motivation war in den letzten Monaten irgendwie auf der Strecke geblieben.

Streit sei Dank :-)

Also denke daran beim nächsten Streit: Das ist auch immer eine grosse Chance, Dich selbst weiter zu entwickeln. Du kannst dem anderen also eigentlich auch dankbar sein...

Die 1 Frage, die Dir zeigt: Angst oder Warnruf der Seele

Das kennst Du vielleicht: es ist Zeit für eine Veränderung im Job. Du bewirbst Dich, und nach einigen Versuchen ergatterst Du tatsächlich Deine absolute Traumstelle! Jetzt solltest Du Dich doch eigentlich freuen, aber leider beschleicht Dich dieses mulmige Gefühl. "Jetzt habe ich mir das so lange gewünscht, wieso kann ich mich jetzt nicht total darüber freuen???"

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Das kann Dir bei jeder Art von Entscheidung passieren, die eine grössere Veränderung zur Folge hat. Und jetzt? Doch im alten (aber ungeliebten) Job bleiben? Oder trotz Unwohlgefühl ins Neue stürzen?

Um zu erkennen, ob es sich nun tatsächlich um einen Warnruf Deiner Seele handelt, der Dir sagt, dass Du den falschen Weg einschlägst oder sich nun lediglich die Angst vor der Veränderung zeigt, kannst Du folgendes tun:

Stell Dir beide Möglichkeiten nacheinander vor und frage Dich dabei: "wie fühlt sich das in meinem Körper an?": Tauche gedanklich ein, das Neue zu beginnen (und alles was dazu gehört). Achte dabei auf Deine körperlichen Empfindungen.
Anschliessend stelle Dir vor, wie es sich anfühlt, im Alten zu verbleiben. Und achte auch hier auf Deine Körperreaktion.

Wenn sich in Dir etwas weitet, entspannt, leichter wird, freudig aufgeregt flimmert, dann ist das die Richtung, in die Du gehen solltest. Zieht sich etwas zusammen, wird die Atmung flach, spannen sich Deine Muskeln an, dann ist das die Variante, die Du nicht wählen solltest.

Unsere eigene Angst vor der Veränderung ist oft getarnt als Unwohlgefühl, welches wir mit dem Warnruf unserer Seele verwechseln. Dabei ist es nur so, dass wir an den Rand unserer Komfortzone kommen und jetzt die einmalige Chance besteht, diese auszudehnen. Einen echten Entwicklungsschritt machen können.

Nutze Deine innere Weisheit!

Herzlich, Sara