Warum es arrogant ist, anderen zu vergeben

Wenn du schon mal von jemandem verletzt worden bist, und ich schätze mal, dass dir das schon mal passiert ist, dann bist du sicherlich auch schon mal über das „Vergeben“ gestolpert.

Manchmal soll man vergeben, aber es klappt nicht, weil man einfach noch so eine sau-wut auf den anderen hat. Manchmal ringt man sich durch und macht die eine oder andere Vergebensübung aber es tut sich einfach nichts. Und vielleicht fragst du dich auch, wieso verdammt nochmal, soll ICH eigentlich vergeben, wenn doch der andere so ein A….ist???

Vor einigen Jahren habe ich das Buch von Neale Donald Walsh gelesen „was wirklich wichtig ist“. Darin beschreibt er, dass es im spirituellen Sinn keine Vergebung braucht. Damals bin ich ziemlich über dieses Konzept gestolpert, da ich bisher (und teilweise immer noch) mit Vergebensübungen im Coaching arbeite. Ich habe das dann etwas nach hinten in meinen Kopf abgeschoben.

toa-heftiba-274947-unsplash.jpg

Dieses Jahr ist aber einiges im Umbruch – so auch in mir selbst – und neue Ideen bahnen sich ihren Weg zu mir. Vor einiger Zeit bin ich aus einer anderen Quelle noch einmal über eine ähnliche Perspektive gestolpert, die ich seither in mir ein bisschen hin und her wälze. Und die ich sehr alltagstauglich finde. Daher möchte ich sie gerne mit dir teilen.

Wenn ich so darüber nachdenke, dann ist es doch irgendwie recht arrogant, wenn ich zu jemandem sage: „ich vergebe dir“. Spürst du das auch, wenn du dir diesen Satz auf der Zunge zergehen lässt? Es hat so ein bisschen einen faden Beigeschmack. So von oben herab.

Als ob ich den anderen verurteile und mich jetzt dazu herablasse, ihm zu sagen, er/sie sei jetzt „in Ordnung“. Irgendwie fühlt sich das in mir nicht (mehr) stimmig an.

Was Vergebung nicht ist

Bei “Vergebung” meinen ja viele Menschen, dass man das für ok erklären muss, was ein anderer getan (oder auch gelassen) hat. Vor einigen Jahren wurde ich mal betrogen (der Blödmann hat also etwas getan) und dann hat er, als ich mich von ihm trennte, noch nicht mal um mich gekämpft (er hat was unterlassen). Das fand ich damals doppelt scheisse. Was ich aber damals noch nicht kapiert hatte - heute ist mir das aber absolut klar - ich bin schön im Opfermodus geblieben, um ihm alle Schuld unterzujubeln. Erst mit der Zeit wurde mir klar, dass ich zu der ganzen Situation auch meinen Beitrag geleistet habe. Ich wollte nämlich viele Dinge gar nicht wahrnehmen und hab die Vogel-Strauss-Taktik angewendet. Immer schön Kopf in den Sand dann geht´s schon irgendwann vorüber. Das ging es dann auch. Halt mit einem schönen lauten Knall, als mein Leben vor meinen Augen explodierte :-)

Aber zurück zur Vergebnung. Nicht das “ich befinde es für gut, was der andere getan hat” ist die Essenz von Vergebung. Sondern: Im Wesen der Vergebung liegt der Akt der Selbstbefreiung. Du wirst innerlich frei von einem alten, aber immer noch sehr aktiven, Schmerz. Diese alte Verletzung loszulassen und dadurch Beziehungen zu klären, das ist es, worum es letztendlich bei der Vergebung geht. Aber nicht, indem wir uns über andere stellen oder den anderen auf einen Podest erheben.

Worum es eigentlich wirklich geht

Es geht vielmehr darum, jetzt aufzuhören, den eigenen inneren Schmerz ständig weiter zu nähren, sondern zu entscheiden, jetzt weiter zu gehen. Als freier Mensch.

Das beinhaltet, aufzuhören, den anderen zu beurteilen. Das bedeutet auch, die Lust, die alten Geschichten immer wieder zu erzählen, zu überwinden und dich neuen Dingen zuzuwenden. Das erfordert auch, dass du den anderen nicht weiter bestrafen willst, nicht weiterhin recht haben willst.

Wie das geht?

Das musst du gar nicht wissen (das ist das schöne daran). Alles was du tun musst, ist dich zu entspannen und deinen Widerstand aufzugeben.

Statt zu sagen „ich vergebe dir“ kannst du innerlich sagen: „ich höre auf, dich zu beurteilen, und ich bin jetzt frei!“

Tauche hindurch - und dann tauche wieder auf

Mir ist völlig klar, dass das gar nicht so einfach ist. Wenn eine andere Person dich sehr verletzt hat, wie auch immer, dann fühlst du diesen Schmerz vielleicht noch sehr. Lass dieses schmerzvolle Gefühl zu, es darf sein. Tauche durch dieses Gefühl hindurch. Emotionen wollen gefühlt werden. Sie bringen etwas in uns in Bewegung, daher ist es so wichtig, sie anzunehmen und auftauchen zu lassen. Nicht wegdrücken, denn das führt zu Widerstand und Erstarrung. Im Wort Emotion steckt auch das Wort „motio“, die Bewegung. Ach negative oder schmerzvolle Gefühle bringen etwas bei uns in Bewegung. Wenn wir uns trauen, sie zu spüren, ebben sie nach einigen Minuten von alleine wieder ab, aber wir bleiben im Fluss des Lebens und erstarren nicht, wenn wir sie zulassen.

Du kannst also zu deinem Peiniger innerlich sagen: „Wenn ich die Verletzungen loslasse, an denen ich festgehalten habe, befreit es mich und beendet die toxischen Auswirkungen von Groll, Wut und Traurigkeit, die auf mich gewirkt haben. Ich lasse jetzt los. Ich bin frei und du bist frei“

Wenn dich das noch nicht so richtig befreit innerlich, kannst du alte Verletzungen zusätzlich mit folgenden Schritt heilen: Stell dir die andere Person vor deinem geistigen Auge vor. Lass dich nicht in die alte Geschichte hineinziehen, was damals passiert ist. Sage einfach, wie du dich damals gefühlt hast und was du dir statt dessen gewünscht hättest. Z.B. „Liebe Sabine, ich fühlte mich durch deine Reaktion XY wertlos. Ich wollte mich aber geschätzt und geliebt fühlen“. Du kannst noch beobachten, ob sich dein inneres Bild verändert, ob sich dein Gefühl innerlich verändert. Dann verabschiede dich innerlich und lasse los. Der Schmerz kann bei dir jetzt enden, denn du darfst jetzt aufhören, ihn zu tragen, ständig wieder zu beleben, ihn weiter zu führen. Entscheide dich dafür, dass diese Situation jetzt abgeschlossen ist und mit dieser Entscheidung ist deine Freiheit garantiert.

Du wirst sehen, wie dadurch in deinem Leben wieder so einiges in Bewegung kommt.

Manchmal nagen wir auch an einer Situation, für die wir uns selbst bestrafen, uns selbst verachten oder verurteilen. Das ist der schlimmste Schaden, den du dir selbst zufügen kannst. Es ist daher ungemein wichtig, gut zu dir selbst zu sein. Hier finde ich übrigens die Vergebung nicht arrogant, im Gegenteil. Hier dürfen wir uns selbst vergeben, nämlich dafür, dass wir eine Situation mit-erschaffen haben und uns dafür zur Verfügung gestellt haben. Wenn wir also davon reden, dass wir unsere Realtiät selbst erschaffen, dann bedeutet das auch hier, dass wir die volle Verantwortung übernehmen dürfen für das, was wir in unserem Leben erleben. Irgendetwas hat eine Situation erschaffen, die schmerzvoll für uns war. Diesem Teil vergeben wir: „Ich vergebe mir, dass ich dies erschaffen habe. Ich liebe mich“.

Vielleicht kommt dir das jetzt ein bisschen abgefahren vor, aber mir gibt es immer ein Gefühl von Leichtigkeit zurück. Wenn ich diesen Satz innerlich für mich spreche, dann wir mir leichter ums Herz und es ist, als ob ich meine Macht wieder zurücknehme. Die Selbstvergebung ist also für mich gleichzeitig auch eine Selbstermächtigung, denn die Macht, die ich dem Täter abgegeben habe, um das Opfer zu sein, hole ich mir in diesem Moment wieder zurück. Sobald wir uns eingestehen, dass wir etwas erschaffen haben, bekommen wir also unsere gesamte Kraft wieder zurück.

Das schöne daran ist, dass ich mich dann jederzeit für eine neue Kreation entscheiden kann. Welches neue Erlebnis willst du dir heute, morgen und in Zukunft erschaffen?

Wirf die ollen Kamellen über Bord

Wirf alle Geschichten über das, was andere tun oder lassen, über Bord. Achte einfach auf die Gefühle, mit denen du auf andere Menschen und bestimmte Situationen reagierst. Darin liegt der Schlüssel!

Sobald du achtsam wahrnimmst, was in dir geschieht, es annehmen und zulassen kannst, stellt sich mit der Zeit die harmonische, natürliche Ordnung wieder her. In jeder Situation solltest du nicht die anderen oder das, was sie tun, verändern wollen. Denn das bedeutet, dass du Macht an sie abgibst. Nimm lediglich deine gefühlsmäßigen Reaktionen wahr und lass sie weich fließen. Egal wie negativ die Gefühle auch sein mögen. Sie zu fühlen, öffnet dir alle Türen.

Wenn du magst, dann halte dir einfach folgenden Satz in Erinnerung: „ich höre auf, dich/es zu beurteilen, damit ich selbst frei sein kann. Ich lasse es los, meinetwegen“.

Ich hoffe, das fühlt sich für dich auch so gut an, wie für mich.

Herzlichst, deine Sara

Innerlich frei - wie du negative Menschen loswirst

„Sara, ich hasse meine Schwägerin!“ schreibt mir Stefanie letzte Woche. Und sie schreibt noch vieeeeel mehr. Dieser Satz war nur der Anfang einer langen Erzählung, warum die Schwägerin so gar nicht geht. Alles, was mir Stefanie da so schreibt, ist absolut nachvollziehbar. Und kennen wir sie nicht alle? Diese Sorte von Menschen, die ein totales No Go sind?

Die überall nur das Negative sehen, einen mit gezielten Giftpfeilen klein halten wollen, nur Rumjammern aber nichts tun, eine Schreckensgeschichte nach der anderen erzählen, etc.…..ich glaube, wir alle begegnen in unserem Leben immer mal wieder solchen Menschen. Die uns so richtig triggern. Die das schlimmste aus uns herausholen. Gefühle, die wir eigentlich gar nicht haben wollen. Wut, Zorn, Groll, Hass…..

Und nach einer Begegnung mit dieser Spezies Mensch ist es immer so, dass diese andere Person, sich besser fühlt und gestärkt aus einem Gespräch geht, und wir selbst total ausgelaugt sind. Also es passiert da auch auf der energetischen Ebene etwas. Ein Energieaustausch, eine Angleichung, findet statt.

Wie das passiert und wie du das verhindern kannst, damit du negative Menschen endlich aus deinem Leben loswirst, das erfährst du in meinem hier.

Innerlichfrei.jpg

Was passiert da also eigentlich genau?

Jeder Mensch, auch ich und du, hat sein ganz persönliches Energieniveau. Dieses Niveau hat eine bestimmte Frequenz und diese Frequenz strahlst du aus. Das ist das, was Menschen von dir als erstes wahrnehmen. Das ist eine aber eine völlig unbewusste Wahrnehmung. So wie zwei Eisberge aufeinanderprallen. Nämlich zuerst mit allem, was unter der Wasseroberfläche verborgen ist. Und das ist der weit größere Teil, wie wir seit Titanic wissen…

Wir funktionieren quasi wie eine Radiostation. Also diejenigen unter Euch, die wie ich schon 40+ sind (also forty but fabulous, ist klar, oder?!), die kennen noch das gute alte Transistorradio, an dem man drehen musste bis man endlich auf einer Frequenz gelandet ist, auf der man den Radiosender störungsfrei empfangen konnte.

Was das jetzt genau mit dir zu tun hat?

Wir funktionieren eben genau so. Wenn du in deinem Leben etwas erlebst, was dir nicht gefällt, dann bewegst du dich auf einer Frequenz, die mit dem Erlebten in Resonanz geht. Und dann empfängst du genau das störungsfrei. Du erlebst also etwas, was du nicht möchtest oder nicht toll findest.

Was du jetzt tun kannst?

Damit du nicht mehr in Resonanz gehst, kannst du deine Frequenz ändern. Klingt einfach? Ist es manchmal sogar. Kann aber auch ein bisschen dauern, wenn man sich selbst einfach Stück für Stück auf ein höheres Energieniveau bewegen möchte. Von Hass kann man nicht einfach auf Freude wechseln. Aber zumindest auf der Gefühlsskala ein paar kleiner Punkte nach oben klettern, Richtung Ärger, dann hin zu Kontra-Sein, dann Richtung Gleichgültigkeit, dann kommen Hoffnung, Zufriedenheit, Optimismus, positive Erwartung, Glücklichsein, Freude, Liebe. Also du siehst, es ist eine Aufwärtsspirale.

Vielleicht denkst du gerade aber…

Was labert die da eigentlich – die andere ist doch einfach blöd! DIE soll sich gefälligst ändern!!! Äh, dazu ein dickes, fettes JEIN.

Natürlich hat jeder Mensch seine eigenen Baustellen. Auch wenn dein Gegenüber ein Arsch ist, oder vielleicht gerade selbst eine Krise durchmacht und seine Emotionen an dir auslässt, oder aber seine eigenen Themen gar nicht anschauen möchte. Das müssen wir respektieren. Jeder hat seinen eigenen Weg, seine eigenen Aufgaben und seinen freie Willen.

Aber wenn du leidest, kann ich dir nur empfehlen, das Nötige bei DIR zu tun, um für dich auf eine andere Gefühlsebene zu kommen.

Denn letzlich geht es immer darum, sich der eigenen Gefühle bewusst zu werden. Menschen und Situationen in unserem Leben dienen uns als Spiegel, dass etwas in Heilung gehen möchte. Der erste Schritt dabei ist immer das Wahrnehmen.

Was läuft eigentlich bei mir drin gerade ab?

Da wir das oft selbst nicht erkennen, präsentiert das Leben uns eine herausfordernde Situation oder einen lästigen Menschen, der uns beim Erkennen hilft. Ein Erfüllungsgehilfe auf unserem Entwicklungsweg. Robert Betz bezeichnet diese Menschen als Arschengel. Ich finde das sehr treffend 😊

Nicht dass es dann so kommt, wie Stefanie mir schreibt: „Ich will nicht noch so ein Exemplar treffen! Sonst heißt es nachher: die erste hab ich nicht kapiert, die zweite verdrängt und die dritte nicht überlebt!“ Und das wäre doch zu schade für alle, die sich mit irgendwelchen blöden Leuten rumschlagen.

Sie hat die folgende Übung gemacht, und die ganze negative Resonanz gelöst und ist noch weiter dran am Bearbeiten. Jede Schicht, die kommt, kann so abgetragen werden.

Wie genau geht das jetzt mit dem Verändern?

Du kannst einfach schrittweise vorgehen.

1.      Die blöde Kuh nervt dich
Hier kannst du wahlweise alle Begriffe einsetzen, die dir so durch den Kopf gehen. Am Anfang ist es nämlich wichtig, dass wir uns das zugestehen. Wir dürfen auch mal so richtig negativ sein. Das gehört zum Positiven dazu. Wie Yin und Yang. Sonst wird es nämlich nicht rund. Wenn du dem also ein bisschen Raum gegeben hast (also Minuten oder Stunden, keine Wochen!!!), dann kommt der zweite Schritt.

2.      Was es mit dir macht
Was löst es in dir aus? Welche Gefühle? Wo spürst du sie im Körper? Das ist die Analyse-Phase. Dieses Sezieren hilft dir dabei, ein bisschen Abstand zu deinen Gefühlen zu bekommen. Du gehst hier in die Beobachterrolle. Sei einfach ehrlich mit dir und schau, was hochkommen will. Schuld- und Schamgefühle oder Neid können vielleicht auch mit dabei sein, das ist völlig egal. Nimm einfach wahr, ohne zu urteilen. (Das ist übrigens auch das Prinzip der Achtsamkeit).

3.      Alles, was du ablehnst und total blöde findest, ist auch ein Teil in dir.
Ein eigener Anteil, den du ablehnst. Das ist eine Form von Widerstand. Oder eine tiefsitzende Angst (vor Ablehnung, nicht gut genug sein, sich etwas selbst nicht zugestehen….). Das ist ein Teil, der wieder integriert werden möchte. Der angenommen sein möchte. Der zu dir gehört und nur mit dem Integrieren kommst du in deine volle Kraft, in das Ganz-Sein.

4.      Und das Integrieren geht so:
Stell dir diesen abgelehnten, abgespaltenen Anteil außerhalb von dir vor. Nimm vor deinem geistigen Auge wahr, wie sich dieser Anteil zeigt. Als Symbol, als Gestalt, als Wolke, als Gefühl. Ganz egal, denn das kann ganz individuell sein. Lade diesen Anteil innerlich ein, sich bei dir wieder zu integrieren und stelle dir nun vor, wie das geschieht. Wie diese Energieform zurück zu dir kehrt und sich dort integriert, wo sie hingehört (egal wo das in deinem Körper ist). Beobachte das so lange, bis du das Gefühl hast, dass der Vorgang abgeschlossen ist. Atme dann einmal tief ein und aus.
Wahlweise kannst du noch die Vergebenssätze aus dem hawaianischen Vergebensritual (Ho’oponopono) sprechen, bevor du dir das Integrieren vorstellst. Ich mag das sehr gerne, aber das ist Geschmackssache. Die Sätze lauten: Es tut mir leid. Bitte verzeih mir. Ich liebe dich. Danke.

Was passiert bei diesem Vorgang auf der energetischen Ebene?

Alles im Leben strebt nach Harmonie. Also nach Ausgleich, Balance und natürlicher Schönheit. Das ist die natürliche Ordnung. Dieses Ordnungsprinzip finden wir überall in der Natur (Pflanzen, Früchte etc.), in der heiligen Geometrie, dem goldenen Schnitt in der Kunst und vielem mehr.

Manchmal gerät etwas in Schieflage, eine Dysbalance entsteht und die Dinge laufen nicht mehr rund. Dann helfen Übungen wie oben vorgestellt, um das natürliche Gleichgewicht wieder herzustellen. Dies hilft auch bei, dass das eigene Leben wieder in Fluss kommt und wir uns energetisch wieder höher einschwingen können.

Manchmal gelingt uns das einfacher, manchmal geht es aber auch nicht so gut. Dann einfach sanft und geduldig sein, dranbleiben. Diese Prozesse sind Wachstumsprozesse und können einfach ein paar Tage (manchmal auch Wochen) dauern. Aber deine Ausdauer wird auf jeden Fall belohnt.

Erst, wenn alles wieder in unserem Leben an seinem richtigen Platz ist, kann die Energie und das Leben frei und durch uns hindurchfließen. Wir geben uns dem Fluss des Lebens vertrauensvoll hin, wir lassen den Strom des Lebens fließen, so dass Freiheit, Selbstbestimmung, innerer Frieden, Wohlstand, Sinn im Leben, Glück und Gesundheit uns ganz natürlich zufließen können.

Ich möchte dir gerne noch eine weitere Anregung mitgeben:

Überlege dir (und schreibe es dir am besten auf)

  • was von dem, was du dir wünschst, hat in deinem Leben noch keinen Platz gefunden?

  • was nimmt im Moment zu viel Raum ein? (was du gar nicht möchtest)

  • was ist gerade an einem völlig falschen Ort in deinem Leben?

Überlege, wie du alles und jedem seinen angestammten Platz zukommen lassen kannst. Stelle die Dinge wieder richtig, damit die Energie und das Leben wieder frei fließen kann. Für das Richtigstellen stellst du dir alles einfach vor deinem inneren Auge vor, veränderst es in diesem gedanklichen Szenario, bringst alles in die natürliche Ordnung, so dass ein harmonisches Bild entsteht. Ein Gefühl von innerem Frieden kann sich dabei innerlich einstellen. Oder du weisst einfach, dass es jetzt gut ist.

Das Schöne an einer aufgeschriebenen Liste ist übrigens, dass du die Dinge nach dem Bearbeiten wegstreichen (weil erledigt) oder du die Liste sogar irgendwann verbrennen oder zumindest wegschmeißen (aus deinem Feld loswerden) kannst. Ich liebe ja solche Listen, einfach weil sie mir am Ende das Gefühl geben, etwas geschafft zu haben.

Wie ist es übrigens mit Stefanie weiter gegangen? Sie lebt zum Glück noch. Weil sie die Übungen macht und alles sehr konsequent umsetzt. Das ist das ganze Erfolgsgeheimnis. Das heißt nicht, dass alles immer super einfach und schnell geht (manchmal allerdings schon!). Aber es funktioniert. Und wenn es mal länger dauert, dann kannst du dir auch einfach jemanden zur Hilfe holen. Im Basiskurs kannst du übrigens noch weitere einfache Methoden für ein glückliches Leben lernen oder du kommst ins Coaching und lässt dich von mir ganz individuell unterstützen. Oft reicht es aber tatsächlich, die Übungen nach dem Lesen einfach zu machen.

Die Schwägerin gibt es übrigens noch, aber sie löst in Stefanie keine negativen Emotionen mehr aus.

Wenn dieser Tipp heute auch für jemanden aus deinem Bekanntenkreis hilfreich wären, dann leite den Newsletter einfach weiter.

Hab ein harmonisches Wochenende!

Herzlich, deine Sara

Sabotierst du deine eigene Klarheit mit diesen 3 Dingen?

Letzte Woche hatte ich ein wunderbares Coaching mit Melanie (Name geändert). Sie fühlt sich im Moment gerade „wie im falschen Leben“, erzählt sie mir. Sie lebt am falschen Ort, aber den richtigen kennt sie glücklicherweise schon. Sie hat mir begeistert von ihren Lebensplänen erzählt und ich konnte die positive Energie so richtig spüren. Sie hat ein ganzklares Ziel vor Augen. Sie hat dort nämlich schon mal gelebt und möchte jetzt wieder dorthin zurück.

Ich frage mich innerlich, warum sie wohl bei mir im Coaching ist, denn normalerweise kommen zu mir eher Frauen, die diese Klarheit für sich noch nicht gefunden haben. Und Melanies Energie ist so mitreissend, das Ziel ist so klar, dass wohl jeder sagen würde: „Leg doch einfach los. Worauf wartest du noch?“

Und dann passiert das, was du wahrscheinlich auch kennst. Also ich kenne es von mir auf jeden Fall! Obwohl wir genau wissen, was wir wollen, gibt es manchmal (zunächst noch) verborgene Gründe, warum wir uns dennoch gestresst fühlen und wir konkrete Schritte vor uns her schieben. Etwas hält uns zurück.

In Melanie`s Fall war es ihre kleine Tochter. Durch den Umzug würde Melanie ihrer Tochter einen Schulwechsel zumuten müssen. Vielleicht würde die Tochter unter dem Verlust der Freunde leiden und sich am neuen Ort gar nicht so wohl fühlen? Allerdings erzählt mir Melanie im gleichen Atemzug, dass ihre Tochter sich auf den neuen Lebensort freuen würde (denn dort lebt der Vater, sie kennt die Umgebung, sie sind sowieso regelmässig dort). Egal wie oft sie ihre Tochter fragt, es gibt nie eine auch nur annähernd negative Antwort der Tochter.

Ich frage Melanie also, warum sie ihre Tochter als Ausrede benutzt? (gut, das ist ein bisschen plakativ und provokant, aber als Coach darf ich das :-).

Und im weiteren Gespräch kommen dann wie wahren Gründe ans Licht, warum Melanie ihr klares Ziel noch nicht umgesetzt hat.

stil-326687.jpg

3 Gründe durch die du deine Klarheit sabotierst

Die folgenden Mechanismen bewirken, dass wir entweder überhaupt nicht in eine Klarheit kommen, dass es immer neblig und schwammig bleibt, oder dass wir zwar Klarheit haben, uns aber in der Umsetzung selbst sabotieren. Vielleicht erkennst du etwas für dich wieder?

  1. Was, wenn ich mich durch die Erfüllung meines Ziels doch nicht so glücklich, erleichtert und erfüllt fühle, wie ich mir das jetzt ausmale? Was, wenn ich mich genau gleich fühle wie jetzt? Ich also am genau gleichen Punkt wieder stehe, wie jetzt? Wenn sich gar nichts bessert? Ich weiss gar nicht, ob ich meinen eigenen Gefühlen überhaupt trauen kann….

  2. Wenn ich Klarheit habe, dann muss ich auch eine Entscheidung treffen. Für oder gegen etwas. Diese Entscheidung ist scheinbar unumstösslich. Was, wenn diese Entscheidung falsch ist? Wenn meine Situation dann nicht besser, sondern schlechter ist als jetzt? Zurück kann ich dann nicht mehr….

  3. Beim Träumen fühle ich mich so richtig gut, nicht so wie im Alltag. Da gibt es ganz viel, was ich nicht fühlen will. Dem ich mich nicht aussetzen möchte. Manchmal wollen wir auch nicht für Klarheit sorgen, weil wir (noch) nicht bereit sind, die Konsequenzen zu tragen. Wenn mein Traum platzt sobald ich Klarheit habe (weil er sich vielleicht als unrealistisch herausstellt), dann habe ich auch diesen gedanklichen Zufluchtsort nicht mehr. Dann habe ich eigentlich gar nichts mehr….

Ist es dir auch schon mal so ergangen?

Das ist übrigens überhaupt nicht schlimm. Wichtig ist einfach, dass du dir selbst bewusst wirst, welche Mechanismen bei dir selbst gerade am Laufen sind. Denn dann kannst du auch aktiv etwas tun. Ich empfehle hier immer, ganz wertfrei fest zu stellen, was du bei dir selbst gerade so beobachtest. Viele Klientinnen finden diese Erkenntnis ganz schlimm und machen sich selbst dann auch noch nieder, wenn sie solche Prägungen oder Muster bei sich selbst entdecken. Das führt aber zu gar nichts. Im Gegenteil, wenn wir diese Muster erkennen, dann können wir sie auch auflösen oder umprogrammieren. Das ist absolut grossartig und du solltest dich darüber freuen. Also ich finde es als Coach immer total genial, wenn wir so einem Untergrundmechanismus auf die Schliche gekommen sind. Und dann verabschieden wir diesen gemeinsam. Und dadurch wird Platz für Neues geschaffen.

„Feel the fear and do it anyway“ sagt Susan Jeffers.

Entwicklungsprozesse brauchen Mut und manchmal auch eine gewisse Zeit. Und manchmal braucht es jemanden, der dir die Sicherheit gibt, dass du es schaffst. Umgib dich mit Menschen, die dich in deiner Klarheit unterstützen und für dich da sind, damit du den richtigen Zeitpunkt und den Mut findest, deine Lebensziele zu verwirklichen.

Alles klar?

Herzlich,
Sara

Zeit der Ruhe

Beim Aufräumen ist mir folgender Text in die Hände gefallen, den mir eine Freundin letztes Jahr im November geschickt hatte. Ich finde ihn sehr passend und schön für diese Jahreszeit und soll inspirieren, inne zu halten, in die Ruhe zu kommen und nichts zu müssen.

matthaeus-39967.jpg

Zeit der Ruhe (Quelle unbekannt)

Ursprünglich war der November Neumond der Tag, an dem der Zyklus der Arbeiten draussen in der Natur beendet wurde. Ab diesem Tag wurde der Natur nichts mehr entnommen. Beeren, Kräuter und alles andere, was noch ein wenig lebendig war, überliess man ab dem November Neumond den Naturwesen, den Wintertieren und Mutter Erde.

Das Sterben war nun endgültig Teil des Lebens. Doch genau in diesem Sterben liegt eine so unendlich grosse Kraft. In aller Stille und Ruhe entsteht aus dem Alten und Verbrauchten der Nährboden für das Neue.

Nur mehr wenige Blätter hängen an den Bäumen, dafür sammelt sich das modrige Laub an ihren Wurzeln. Still liegt es am Boden und wartet darauf, dass sich der Schnee darüber legt, so dass es sich langsam, still und leise verwandeln kann. Aus dem alten, modrigen Laub wird über den Winter wertvolle Erde, welche im neuen Lebenszyklus das neue Keimen überhaupt erst ermöglicht. Damit dieses Lebenswunder passieren kann braucht es Dunkelheit, Stille und viel Zeit. Ohne etwas tun zu müssen, ohne aktives Handeln findet die Veränderung statt.

Wer mit der Natur lebt und ihre Energien nutzt, weiss, dass jetzt auch für uns die Zeit der Stille und der Ruhe beginnen sollte. Es ist Zeit, dass wir uns zurück ziehen, nicht viel tun und das Leben einfach einmal sein lassen. In diesem Nichtstun, wenig aktiv handeln, uns hingeben und geschehen lassen, liegt eine unglaubliche und wunderschöne Kraft. Es ist die Kraft der stillen Transformation, die geschieht, wenn wir es einfach zulassen. So wie die Blätter derzeit am Boden liegen, so dürfen auch wir uns viel hinlegen und uns hingeben. Manch Altes möchte derzeit einfach vermodern, damit Neues entstehen kann.

Nichts muss derzeit schnell geschehen, laut sein, sofort sichtbar sein. Nein, alles darf jetzt still, ruhig und in der mystischen Dunkelheit geschehen. Liebevoll, langsam, sanft und weiblich. Denn genau in dieser Qualität findet die Veränderung des Herbstes statt. Ohne Kampf, ohne grossen Willen, ohne Manipulation und ohne aktives Tun.

In der Hingabe im sanften Loslassen um im Fallen lassen in das zyklische Kreisen der Jahreszeiten kann Veränderung jetzt passieren. Nehmt Euch diese Zeit, denn schon zur Wintersonnenwende will das Licht in Euch neu geboren werden. Und bis dahin brauchen wir vor allem Eines - Stille, Rückzug, Zeit für uns und Ruhe. Denn die Natur zeigt es uns - jetzt ist die Zeit des Ruhens.

Ganz ähnlich ist es übrigens auch in persönlichen Veränderungsprozessen: Alte Muster und Programme, die nicht mehr dienlich sind, dürfen abfallen, so dass sich neue, förderliche Überzeugungen entfalten können. Damit du wieder Lebendigkeit, Freude und Kraft spürst.

Versuche, im Alltag immer mal wieder kurze Moment der Stille und Einkehr, der Ruhe und Selbst-Beobachtung einzubauen. Auch wenn das im Trubel oft schwierig ist, so lassen sich ein paar Minuten eigentlich immer finden.

Herzlich,
Sara

Wie geht eigentlich Loslassen?

Also ich muss zugeben, dass das Wort Loslassen in mir gemischte Gefühle auslöst. Ich weiss, dass es das Wundermittel schlechthin ist, um wirklich eine Veränderung zum Positiven anzustossen. Und ich weiss auch, dass uns genau das Loslassen einfach nicht so richtig gelingen will, wenn wir mitten drin sind in einer Situation, in der wir uns gefangen fühlen. Weil ich das nämlich selbst auch schon so erlebt habe. Und wenn man dann von allen Seiten die salbungsvollen Worte „du musst einfach nur loslassen“ hört, will man doch nur losschreien…..oder nicht? Also ich manchmal schon. Dabei ist es oft nur eine Entscheidung entfernt. Der Knackpunkt dabei ist, dass diese Entscheidung eben aus dem Herzen kommen muss. Einfach mal drüber nachdenken und sich überlegen, dass man ja auch loslassen könnte bewirkt deshalb leider ziemlich wenig.

danielle-macinnes-51591.jpg

Was ist das eigentlich - das Loslassen?

Beim Loslassen schaffen wir eine innere Distanz zu einem Thema, ähnlich wie bei einem inneren Abschied. Was uns dabei so schwer fällt und uns Angst macht ist das Gefühl der Endgültigkeit. Jedenfalls scheint es so endgültig, weil wir eben nicht wissen, was uns nach dem Abschied erwartet. Wird es wirklich besser werden? Irgendwie befürchten wir, dass wir am Ende noch schlechter dastehen, die Verlierer sind. Was wir aber eigentlich wirklich fürchten, ist die innere Leere. Diese Leere auszuhalten ist gar nicht so einfach. Und diese Leere füllt sich auch nicht plötzlich, sondern allmählich. Und das kann einen manchmal mit dem Gefühl zurücklassen, dass alles so zäh ist und sich gar keine Besserung einstellt. Aber das stimmt gar nicht. Es ist einfach ein Prozess mit einem neuen Gefühl, das wir erst mal kennenlernen, ertasten, uns reinfühlen müssen und uns dann Schritt für Schritt zu eigen machen können.

Loslassen ist ein Prozess der nicht von heute auf morgen geschieht, sondern sich allmählich vollzieht.

Nicht immer ist es allerdings die Angst, die uns am Loslassen hindert - manchmal ist es auch einfach pure Bequemlichkeit. Denn Veränderung bedeutet auch, dass wir etwas tun müssen.

So geht Loslassen:

1. Was belastet mich?

Mache Dir bewusst, was dich eigentlich wirklich belastet und welche negativen Konsequenzen diese Belastung mit sich bringt. Oft macht es Sinn, sich das Ganze aufzuschreiben, denn dann wird es viel klarer und verbindlicher. Außerdem fließt es mit dem Aufschreiben aus deinem System heraus (aufs Papier) und das kann schon eine erste Entlastung bringen.

2. Wovor habe ich Angst?

Schreibe anschließend auf, wovor du dich in diesem Zusammenhang fürchtest. Vor welcher Konsequenz hast du Angst? Sei es in deinen Augen noch so kindisch oder irreal, alles darf hier seinen Platz haben. Wichtig ist einfach, dass Du ganz ehrlich zu dir selbst bist. Du brauchst deine Aufzeichnungen niemandem zeigen. Erlaube dir, Angst zu haben.

3. Welchen Preis bin ich bereit zu zahlen?

Egal ob du loslässt oder du fest hälst - du bezahlst in jedem Fall einen Preis. Mache dir bewusst, welchen Preis du für dein Leiden (für das Festhalten) zahlst und welchen Preis du für die Veränderung zahlen müsstest. Ich rede hier weniger vom Europreis als vom immateriellen Preis (z.B. Verlust der Leistungsfähigkeit, Erschöpfung, Arbeitsplatzverlust, Einbuße in der Lebensqualität, Auswirkung auf deine Beziehungen, Familie etc.).

Was ist es dir wert?

Welche positiven Auswirkungen auf dein Wohlbefinden, deine Beziehungen, deine gesamte Lebensqualität hätte im Gegenzug das Loslassen? Schreibe auch das auf, auch wenn die Änderung der Perspektive dir am Anfang vielleicht noch schwerfallen sollte. Oft bewirkt gerade das Aufschreiben schon eine erste innere Entspannung, weil Klarheit entsteht.

4. Annehmen, was ist

Das ist wohl der schwierigste Punkt, denn jetzt regt sich sicherlich so richtig Widerstand in dir. Widerstand aufrecht halten ist allerdings wahnsinnig kräftezehrend und ermüdend. Sag dir also zunächst einmal innerlich, dass es jetzt gerade blöd ist, so wie es ist. Und dass du dich jetzt voll im Widerstand befindest. Und sei einfach ehrlich und sanft mit dir selbst und mache nicht den Fehler, dich jetzt dafür zu verurteilen, dass du noch nicht vollumfänglich loslassen kannst. Das hat hier keinen Platz. Nimm es an, nur für den Moment im Jetzt. Es ist was es ist. Annehmen bedeutet nicht, dass du es für gut befindest und es so belassen wirst und ist auch nicht mit einer Kapitulation zu vergleichen. Mit dem Annehmen geht man der Veränderung einfach ein Stück entgegen und bildet die Basis, damit das, was verhärtet ist, wieder in Bewegung kommen kann.

5. Wo will ich hin?

Meistens sind wir so fokussiert darauf, was wir NICHT wollen, was wir weg haben wollen, dass wir gedanklich nur noch damit beschäftigt sind. Und damit halten wir uns in der leidvollen Situation selbst gefangen. Nimm einen weiteren Blickwinkel ein und überlege dir, was will ich stattdessen? Wo will ich hin?

Es ist übrigens meiner Meinung nach essentiell, auch folgende Überlegungen anzustellen: Was ist an meiner derzeitigen Situation gut? Was soll so bleiben? Was macht mir meine derzeitige Situation möglich? Was ist der Vorteil? Diesen Schritt solltest du auf keinen Fall überspringen, denn diese Erkenntnisse müssen in dein Zukunftsszenario mit eingebaut werden. Wenn du beim Loslassen diese Vorteile „opfern“ müsstest würdest du deinen Wunschzustand unbewusst immer sabotieren.

6. Mutige Schritte tun

Wenn du etwas anderes haben möchtest, als das, was du im Moment erlebst, musst du etwas anderes tun als bisher. Frei nach Einstein: „Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten“.
Loslassen und Veränderung erfordern Mut. Ich empfehle dir, hier kleine Schritte zu gehen, so dass du langsam in dein neues Sein hineinwachsen kannst. Mache ein Ding nach dem anderen und spüre hinein, ob du dich Richtung Wunschzustand bewegst. Du kannst jederzeit korrigieren und justieren, nichts ist endgültig. Lauf einfach los, in deinem Tempo.

7. Unterstützung finden

Gerade wenn wir schmerzliche Dinge, Situationen, alte ausgediente Muster oder auch längst überholte Freundschaften loslassen möchten ist es wichtig, uns Halt und Stabilität für die Veränderungsphase zu sichern. Du findest sie bei wirklich guten Freunden, die dich nicht beurteilen und lächerlich machen, sondern dich ernst nehmen. Du findest sie vielleicht innerhalb der eigenen Familie oder bei einem guten Mentor. Vielleicht möchtest du dich aber mit deiner Verletzlichkeit in deinem engeren Umfeld gar nicht so gerne offenbaren, dann suche dir einen Heilpraktiker, Arzt, Therapeuten oder Coach. Einfach jemanden, dem du vertraust, du dich öffnen kannst und der dich auf dem Weg stärkt und begleitet. Und mit dem du deine Erfolge dann auch feierst. Du musst da nicht alleine durchgehen.

Mein Fazit:
Loslassen ist wie Schaukeln.

Wir nehmen langsam Schwung auf und schwingen zwischen altem und neuem Gefühl hin und her. Wir schaukeln so lange vor und zurück, bis wir die ideale Höhe erreicht haben, um abspringen zu können. Und landen dann mit beiden Beinen wieder auf der Erde. Vielleicht stolpern wir noch ein bisschen, aber letztendlich stehen wir stabil an einer neuen Stelle und freuen uns darüber, den Absprung geschafft zu haben. Und dabei wirst du mit einer ganz neuen Energie durchströmt.

Wenn du das nächste Mal an einem Spielplatz vorbei kommst dann geh doch mal schaukeln......

Herzlich,
Sara

Selbstsabotage: Wie du dich mit diesen 22 Saboteuren selbst vom Glück abhälst!

In den letzten Tagen habe ich das Gefühl, dass sich langsam der Herbst einschleicht. Hast Du das auch schon bemerkt? Das Licht ist anders, die Sonne steht bereits tiefer und morgens habe ich auch schon Nebel entdeckt. Die Grillabende werden kürzer und ich muss mir bereits eine Jacke umlegen, wenn wir am Abend noch auf der Terrasse sitzen bleiben.

Schade - oder nicht? Ich könnte diesen Gedankenzug jetzt weiter verfolgen und mich damit so richtig daran festbeissen, dass jetzt der Sommer leider bereits vorbei ist (noch bevor er es sich bei uns so richtig gemütlich gemacht hatte…). Und obwohl dies ein ganz normales Gedankengeplänkel ist, reagiert mein Körper sofort darauf und erzeugt die dazugehörigen negativen Gefühle. Und schwupps befinde ich mich in der Abwärtsspirale der Gefühle. Das geht übrigens nicht nur mir so, sondern ist das ganz normale Zusammenspiel zwischen Gedanken und Körper.

Genauso schnell, wie wir uns negativen Gedanken hingeben können wir aber auch genauso schnell gegensteuern und unseren Blickwinkel einfach ändern. Entweder erkennen wir die schönen Seiten des Herbstes oder erinnern uns einfach voller Freude an die schönen Sommertage (und das ganz ohne Wehmut!). Es ist lediglich eine Entscheidung, eine Wahl, die wir treffen können. Nämlich die Wahl, was wir denken.

jaime-arrieta-237601.jpg

Die 22 Saboteure deines Glücks und
1 einfache Übung, wie du dich in schöne Gefühle beamen kannst

  1. Denke schlecht oder geringschätzig von dir selbst - und zwar möglichst oft

  2. Mach deinen (Selbst-)Wert vom Ergebnis deines Handelns abhängig

  3. Verurteile dich für deine Fehler und mache Dir häufig Vorwürfe

  4. Vergleiche dich permanent mit anderen (natürlich nur mit denen, bei denen Du schlechter abschneidest - ist ja klar!

  5. Sie nie zufrieden mit dem was du hast

  6. Verzeihe anderen niemals Fehler und Schwächen - und dir selbst schon gar nicht

  7. Rede und denke ständig über die Nachteile des Älterwerdens und fokussiere dich auch intensiv auf die körperlichen Veränderungen

  8. Verlange schonungslos von dir, immer alles perfekt machen zu müssen

  9. Glaube fest daran, dass du dich nicht ändern kannst

  10. Fühle dich als Opfer deiner Vergangenheit oder deiner Lebensumstände

  11. Lebe im Katastrophenmodus und rechne immer mit dem Schlimmsten

  12. Versuche ständig, es allen anderen Recht zu machen

  13. Rege dich richtig ausführlich über Ungerechtigkeiten auf

  14. Rechne permanent damit, zu versagen, verlassen zu werden oder es nicht zu schaffen

  15. Suche und finde bei allem das Haar in der Suppe

  16. Rede ständig über Krankheiten und übersehe konsequent jegliche Anzeichen der Besserung

  17. Lass dir von anderen diktieren, wie du zu denken, zu fühlen oder zu handeln hast

  18. Fühle dich immer für das Wohlbefinden von anderen verantwortlich

  19. Glaube fest daran, dass Du keine Kontrolle über deine Gedanken und deine Gefühle hast

  20. Zweifle an deinen Fähigkeiten und deiner Einzigartigkeit

  21. Jammere ständig und halte deine Leidensgeschichte somit schön aufrecht

  22. Tue nichts, handle nicht, und probiere nie nie nie neue Möglichkeiten aus

Wir sind unglaublich wirkungsvoll darin, uns selbst klein zu halten, uns gering zu schätzen und uns damit selbst vom Glück abzuhalten. In diesem Artikel habe ich schon einmal etwas dazu geschrieben.

Willst du dich anders fühlen? Dann beginne neu zu denken!

Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel anders setzen! (Aristoteles)


Dich anders zu fühlen ist nur eine Entscheidung weit entfernt. Du hast jederzeit die Wahl, mit sabotierenden Gedanken aufzuhören oder nicht. Mit ein bisschen Übung wirst du immer schneller bemerken, wann du in der negativen Gedankenspirale bist und sobald du dir bewusst bist, was grad abgeht, kannst du auch eine bewusste eine Wahl treffen.

Hier findest Du eine einfache Übung, die dich schnell in ein anderes Gefühl bringt. Probier es aus, denn Erfolg kommt von TUN.

Der 1-minute Happiness Guide:

Atme 3 Mal tief ein und aus. Lasse anschliessend deinen Atem natürlich und frei fliessen. Schliesse deine Augen und rolle deine Augäpfel nach oben hinten. Jetzt erinnere dich an ein wunderschönes Erlebnis, eine Situation, bei der du dich rundum glücklich gefühlt hast. In der es Dir so richtig gut ging. Wenn Du diese Situation gedanklich hast, dann stell dir bildlich vor, wie du wieder Teil dieser Situation bist (also nicht nur beobachtest von aussen, sondern das nochmal erlebst). Wie sieht die Situation aus? Welche Farben hat es? Wie riecht es? Was hörst Du? Wie fühlt es sich in deinem Körper an? Nun mach das ganze doppelt so intensiv, indem du - wie mit einer Fernbedienung - die Szene näher ranzoomst, die Farben und Gerüche intensiver machst, die schönen Worte nochmal deutlich hörst und du fühlst, wie das Glücksgefühl deinen ganzen Körper flutet. Tauche so richtig ein und geniesse. Bleibe so lange in diesem Gefühl, wie du magst.

Und dann komme - ganz langsam und in deinem Tempo - wieder ins Hier und Jetzt zurück. Spüre, wie du auf dem Stuhl sitzt, wie deine Fusssohlen auf dem Boden stehen und deine Handflächen auf Deinen Oberschenkeln liegen. Atme 3 mal tief ein und aus und öffne dann langsam die Augen.

Wiederholung bringt den Erfolg

Diese Übung kannst Du übrigens immer machen, sobald du bemerkst, dass du dich in der negativen Gefühlsspirale befindest. Du kommst somit nicht nur automatisch in Glücksgefühle, sondern auch deine körperlichen Regenerationsprozesse werden angestossen, das Immunsystem somit gestärkt und Stress abgebaut. Du wirst innerlich ruhiger und kommst in deine Mitte. Du tust also gleichzeitig etwas für deine Seele und auch für deinen Körper!
Übrigens: es ist am Anfang gar nicht leicht, sich anderes Denken anzugewöhnen. Das ist wie beim Sport. Muskeln trainieren sich nicht von alleine, da muss man schon was für tun. Und das ist mit dem Denken nicht anders. Du wirst in alte Gewohnheiten zurückfallen. Das ist bei mir auch so. Aber hey, du wirst auch immer schneller wieder zurück in wohltuende Gedanken finden und du wirst merken, dass du es selbst steuern kannst!

Ich wünsche dir viele schöne Glücksgefühle!

Deine Sara

ps. Du tust bereits ganz viel aber irgendwie wollen sich die schönen Gefühle und das schöne Leben nicht so richtig einstellen? Im Coaching entlarven wir gemeinsam deine unbewussten Sabotagemechanismen, so dass du endlich deine Grenzen sprengen kannst. Für deinen Erfolg mit Seele! Schreib mir - gemeinsam finden wir genau das Coachingpaket, das dir zum Durchbruch verhilft.

 

Streiten ist toll!

Mal ehrlich, wer streitet schon gerne? Ich jedenfalls nicht. Ich bin ein absoluter Harmonie-Mensch und ich streite nicht gerne. Manchmal lässt es sich aber nicht vermeiden und kann ja durchaus auch sehr klärend wirken. Trotzdem muss ich zugeben, es nimmt mich jedes Mal irgendwie mit. Nach einem deftigen Streit muss ich mich dann körperlich erst mal auspowern und meinen Geist ein bisschen durchpusten.

So geschehen in der vergangenen Woche: die Fetzen flogen und ich bin anschliessend aufs Fahrrad gestiegen, um mich erst mal wieder zu sortieren, den Kopf frei zu bekommen. Ich stellte mir dabei folgende Fragen: Was hat das mit mir zu tun? In welchen Bereichen hat der andere Recht mit seiner "Anschuldigung" und wo lässt er gerade einfach seine eigene, innere Spannung an mir ab? Wo fühle ich mich tief getroffen? Und was macht es sonst noch mit mir - ganz tief innen drin?

argument-238529_1920.jpg

Und wenn ich dann meinen Blick (statt auf den anderen und wie blöde er mich behandelt hat) auf mein Inneres richte und darauf achte, was jetzt aus den Untiefen in mir aufsteigt, dann entfaltet sich die grosse Kraft, das Thema, die Erkenntnis, die neue Leidenschaft für etwas, was bisher verschüttet war.

In mir hat es ein Feuer entfacht, was mit dem Streit eigentlich gar nichts zu tun hatte. Aber jetzt habe ich den nötigen Drive, eines meiner wichtigen Ziele voranzutreiben. Diese Motivation war in den letzten Monaten irgendwie auf der Strecke geblieben.

Streit sei Dank :-)

Also denke daran beim nächsten Streit: Das ist auch immer eine grosse Chance, Dich selbst weiter zu entwickeln. Du kannst dem anderen also eigentlich auch dankbar sein...